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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Montag, 30. Januar 2017

"Ein Beruf mit vielen Entfaltungschancen"

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer referiert beim Priestertag am Gedenktag des seligen Nardini in Pirmasens

Weihbischof Otto Georgens, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Dekan Steffen Kühn, Vorsitzender des Klerusvereins in der Diözese Speyer, erinnerten am Priestertag in Pirmasens an Nardini. 

Pirmasens.  Das Priesteramt im Licht des 2. Vatikanischen Konzils und im Hinblick auf die Herausforderungen der heutigen Zeit - dieses Thema  beleuchtete der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer beim Priestertag des Bistums Speyer in Pirmasens. Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hatte, auf Inititiative des Klerusverein im Bistum Speyer, Priester und Diakone anlässlich des Todestages des seligen Paul Josef Nardini nach Pirmasens eingeladen. 

An der Stätte, an der Nardini als Priester gewirkt und um der Not der Menschen in der Stadt entgegenzuwirken 1855 die Schwesterngemeinschaft der „Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“ gegründet hatte, stellte Voderholzer die Frage: „Was ist ein Priester?" Die Antwort, ein Priester sei ein ehemaliger Diakon, der nicht Bischof geworden ist, und den Laienstand verloren habe, wie Ende des Konzils mit etwas Bitterkeit zu hören gewesen sei, sorgte bei anwesenden Priestern und Diakonen für Heiterkeit.

Was das Priesteramt wirklich ausmacht, verdeutlichte Voderholzer ausgehend von dieser etwas provokanten Aussage nachdrücklich. Alle seien Mitarbeiter Gottes, hob Vorderholzer hervor und unterstrich, dass Priester sein der schönste Beruf der Welt sei. „Kaum ein zweiter Beruf ermöglicht so viele Entfaltungschancen“, verwies Vorderholzer auf die Vielfalt der Aufgaben, den hohen Grad der Selbstständigkeit. Auch wenn im Priesteramt durch die Gesetzgebung der Aufwand des Verwaltens immer mehr werde, oder es beispielsweise Probleme gebe, weil sich Priester, bedingt durch das Zusammenlegungen von Pfarreien, ins zweite Glied zurückgestellt sähen, was ihm durchaus Sorgen bereite. 

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann unterstrich: „Die Freude Priester zu sein, sollten wir als Geschenk sehen“. Dass Voderholzer die Wichtigkeit des Ineinanders der Ämter, die Priester ausüben – leiten, verkünden, heiligen – in Erinnerung gerufen habe, sei angesichts heutiger Herausforderungen wichtig, würdigte Wiesemann. Das müsse man annehmen, als geistlichen Prozess begreifen. Das gelte auch für scheinbar einfache Dinge wie die Organisation der Verwaltung.

Wiesemann ging auch auf die von Priesterseite angesprochene Probleme ein, die der Prozess Gemeindepastoral 2015 mit sich brachte. Die verkenne man nicht, sagte der Bischof und verwies darauf, dass im ständigen Dialog mit den Seelsorgern vor Ort daran gearbeitet werde.

Text/Foto: Andrea Daum

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