Montag, 30. Januar 2017

Mariä Lichtmess in Maria Rosenberg

In der Gnadenkapelle auf Maria Rosenberg werden die Kerzen zu Mariä Lichtmess geweiht 

Gottesdienste, Lichterprozession und Anbetungszeit

Waldfischbach-Burgalben. Mit feierlichen Gottesdiensten wird im Wallfahrtsort Maria Rosenberg am Donnerstag, dem 2. Februar, das Fest der Darstellung des Herrn begangen, im Volksmund „Mariä Lichtmess“ genannt. Neben der Morgenmesse um 10 Uhr erhält der Abendgottesdienst um 19 Uhr einen besonderen Akzent durch die Kerzenweihe in der Gnadenkapelle. Nach der Lichterprozession wird in der Wallfahrtskirche die Messe fortgesetzt. Da gleichzeitig am 2. Februar der monatliche Gebetstag um Berufungen in der Kirche begangen wird, schließt sich eine Anbetungszeit in der Kirche an, die um 21 Uhr endet.

Das Fest der Darstellung des Herrn, das im 4. Jahrhundert in Jerusalem entstanden ist und vierzig Tage nach Weihnachten begangen wird, geht auf biblischen Ursprung zurück: Im Alten Testament musste sich eine Frau vierzig Tage nach der Geburt eines Jungen im Tempel einem Reinigungsritual unterziehen. Zudem wurde der erstgeborene Sohn als Eigentum Gottes angesehen und ihm im Tempel übergeben („dargestellt“), wo er durch ein Geldopfer auszulösen war. Dementsprechend brachten nach dem Lukasevangelium (Lk 2,22-23) auch Maria und Josef ihren Sohn Jesus in den Tempel. Dort wurde er von Simeon und Hanna als Erlöser und als „Licht, das die Heiden erleuchtet“, erkannt. An dieses Bibelwort anknüpfend, spielen bei dem Fest auch brennende Kerzen eine besondere Rolle.

Rund um den 2. Februar ranken sich außerdem verschiedene Bauernweisheiten, die auf das wieder kräftiger werdende Sonnenlicht und den zu Ende gehenden Winter anspielen. So heißt es beispielsweise in der Westpfalz: „Lichtmess, spinne vergess‘, bei Daa ze Naacht gess’.“

Text: Maria Rosenberg