Donnerstag, 17. August 2017

Vier beeindruckende Tage in einer tollen Gemeinschaft

Vier Tage waren die Pilger in der Südpfalz unterwegs. 

Männer unterwegs auf einer spirituellen Wanderung auf dem Jakobsweg

Pirmasens. 16 Männer begaben sich für vier Tage auf eine Teilstrecke des Jakobswegs durch die Südpfalz und wanderten annährend 80 Kilometer von Busenberg über die Bildungsstätte Heilsbach, Eppenbrunn nach Pirmasens. Rainer Mäker, DJK-Sportverband, und Axel Ochsenreither, Männerseelsorge im Bistum Speyer, begleiteten die Gruppe auf dieser spirituellen Wanderung.

Am Donnerstag startete die Gruppe an der Kirche St. Jakobus in Busenberg in Richtung Heilsbach zur ersten Tagesetappe über knapp 20 Kilometer. Bekannte und neue Gesichter – schnell war man in der Gruppe vertraut. Jeder der Herren hatte den für vier Tage gepackten Rucksack auf dem Rücken und das notwendige Outfit für eine mehrtägige Wanderung dabei. Beim Packen, so stellte sich bei ersten Gesprächen heraus, bestimmte immer ein Blick auf die Wettervorhersage die Auswahl: Was benötige ich wirklich, was ist Ballast auf unserem Weg? Habe ich zu viel Gepäck auf meinem Weg durch den Pfälzer Wald, durch mein Leben dabei?

Beim Aufbruch gaben Ochsenreither und Mäker einen ersten Impuls zum Thema „Sich auf den Weg machen“. Im Kreis stehend folgte eine Vorstellungsrunde, um sich näher miteinander bekannt zu machen und sich über die Motive des Mitgehens auszutauschen. Abschließend wurde um den Segen Gottes für diese Tour gebetet. An diesem ersten Tag stand am Vormittag der Aufstieg auf den Jüngstberg an. Der Ausblick auf den Drachenfels und die pfälzer sowie elsässer Berggipfel entschädigte für die Anstrengungen. Bei weiteren Auf- und Abstiegen an diesem Tag musste jeder für sich seinen persönlichen Schrittrhythmus finden. Angereichert mit Geschichten und Aphorismen, Gebeten und natürlich Pausen erreichte die Gruppe am späten Nachmittag die Bildungsstätte Heilsbach.

Am zweiten Tag startete die Gruppe zu einer längeren Etappe nach Eppenbrunn. Diese Tagesetappe sollte die mit Abstand längste werden: Baumfällarbeiten rund um den Eselssteig! Eine schlecht ausgeschilderte Umleitung und einsetzender Regen am Spätnachmittag forderten die Gruppe heraus. Das Ziel wurde selbstverständlich erreicht. Es wurde darüber diskutiert, wie viele Kilometer die Gruppe eigentlich unterwegs war; die Schätzungen liegen bei 27 bis 29 Kilometer – die Pause bis zum Abendessen war entsprechend kurz. Für die Pilgerer stellte sich die Frage: Warum werden solche Sperrungen oder Umleitungen eigentlich nicht bekannt gemacht wie Staumeldungen auf der Autobahn im Rundfunk? Gut eine Stunde Fußweg mehr beeinflusst schon in vielerlei Hinsicht!

Am Samstag folgte die dritte Etappe, eine Rundwanderung Richtung Schweix auf dem Jakobsweg mit einem herrlichen Rückweg vorbei am Diana-Relief zu den imposanten Altschlossfelsen. Diese sind eine als Naturdenkmal und Kulturdenkmal ausgewiesene Felsgruppe aus Buntsandstein im Pfälzerwald nahe der Grenze zu Frankreich und die größte Felsformation der Pfalz. 

Am Sonntag stand keine so anstrengende Etappe auf dem Programm. Es sollte nach den anstren-genden beiden Vortagen etwas gemütlicher zugehen, da auch ein Mittagessen zum Abschied im Pfälzer Waldhaus „Drei Buchen“ kurz vor Pirmasens eingeplant war. Danach ging es weiter nach Pirmasens, um von dort Richtung Heimat aufzubrechen. 

Alle Männer waren sich einig, dass es eine Bereicherung für jeden war, sich auf diesen Pilgerweg zu begeben. Schweigend absolvierte Strecken oder auch die vielen Gespräche miteinander wurden als angenehm empfunden. Am Ziel wurde den Begleitern Rainer Mäker und Axel Ochsenreither für ihre Impulse und Gedanken, Geschichten und Anregungen, Gespräche auf dem Weg und die Organisation im Ganzen gedankt. „Es waren wieder vier beeindruckende Tage in einer tollen Gemeinschaft!“, so das Fazit eines Teilnehmers.

Text/Foto: Rainer Mäker