Freitag, 25. August 2017

Bischof Wiesemann sendet vier junge Frauen in den seelsorglichen Dienst aus

Sie werden von Bischof Wiesemann für ihren Dienst beauftragt (von links): Nina Bender, Kerstin Humm, Amanda Wrzos und Dominique Haas. 

Beauftragungsfeier am 27. August im Dom zu Speyer

Speyer. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wird am Sonntag, 27. August, die drei Pastoralassistentinnen Nina Bender, Dominique Haas und Kerstin Humm sowie die Gemeindeassistentin Amanda Wrzos in den seelsorglichen Dienst im Bistum Speyer aussenden. Die Beauftragung erfolgt im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, der um 10 Uhr beginnt, im Speyerer Dom. 

Nina Bender stammt aus Eppenbrunn und engagierte sich schon früh als Messdienerin in ihrer Pfarrei, war Oberministrantin und Sprecherin des Messdienerleitungsteams der damaligen Pfarreiengemeinschaft St. Pirminius Pirmasens-Land. Prägende Erfahrungen aus dieser Zeit und der Besuch mehrerer Weltjugendtage bestärkten sie in ihrer Berufswahl. Nach der Mittleren Reife wechselte sie auf das Gymnasium und machte Abitur. Danach studierte die 27-Jährige Theologie in Mainz und München. Ihre Praktikumszeit während des zweijährigen Pastoralkurses absolvierte sie in der Pfarrei Heiliger Petrus in Dahn. Seit dem 1. August arbeitet sie als Pastoralassistentin in der Pfarrei Heilige Elisabeth in Zweibrücken. 

Dominique Haas wurde in Ludwigshafen geboren. In ihrer Heimatpfarrei beteiligte sie sich an einem Gesprächskreis mit jungen Leuten, engagierte sich in der Firmvorbereitung und war Mitglied in einer Band für die Gestaltung von Gottesdiensten. Nach ihrem Abitur absolvierte sie einen zehnmonatigen Freiwilligendienst im schwedischen Uppsala. Sie kümmerte sich dort um Kinder und Jugendliche sowie um Menschen, die vom evangelisch-lutherischen zum katholischen Glauben konvertierten. Anschließend studierte sie in Münster Theologie. Während des Studiums schloss sie sich der „Nightfever“-Bewegung, einer Initiative junger Christen zur Neuevangelisierung, an. Die pastoralpraktische Ausbildung absolvierte die 28-Jährige in der Pfarrei Maria Schutz in Kaiserslautern. Seit 1. August arbeitet sie in der Pfarrei Heilige Elisabeth in Grünstadt.

Kerstin Humm aus Waldsee ging nach dem Abitur als Au-Pair nach Italien. Im Anschluss begann sie in Mainz zunächst ein Lehramtsstudium mit den Fächern Theologie, Italienisch, Latein und Bildungswissenschaften. Da dabei für sie die Theologie zu kurz kam, studierte sie zusätzlich Theologie mit Abschluss Diplom. Sie entschied sich dann für den Beruf der Pastoralreferentin, da ihr bewusst wurde „dass ich als Pastoralreferentin auch in den Schulunterricht gehen kann“ und der Beruf sehr viele Möglichkeiten biete. Ihre Praktikumszeit verbrachte die 29-Jährige in der Pfarrei Heiliger Wendelinus in Ramstein. Am 1. August begann ihr Einsatz als Pastoralassistentin in der Pfarrei Heiliger Disibod in Feilbingert.

Amanda Wrzos stammt aus Zweibrücken. Nach dem Abitur bewarb sie sich zwar auch für ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch und katholische Theologie, entschied sich dann aber dafür, an die Katholische Fachhochschule in Mainz zu gehen, um praktische Theologie als ersten Teil für die Ausbildung zur Gemeindereferentin zu studieren. In ihrer pastoralpraktischen Ausbildungszeit in der Pfarrei Heiliger Petrus und Paulus in Ludwigshafen von September 2015 bis Juni 2017 sammelte die 25-Jährige vielfältige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Seniorenseelsorge. Seit dem 1. August ist Amanda Wrzos in der Pfarrei Heilige Katharina von Alexandria in Hauenstein tätig.

Insgesamt gibt es im Bistum Speyer zurzeit 108 Pastoralassistenten/-referenten. Etwa die Hälfte ist in der Pfarrseelsorge tätig, rund ein Drittel als Religionslehrerin oder Religionslehrer, die übrigen arbeiten in der außerordentlichen Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen oder als Bildungsreferenten und in der kirchlichen Verwaltung. Die Pastoralassistenten erhalten ihre Ausbildung im Theologiestudium an einer Universität und in einem zweijährigen pastoralpraktischen Kurs im Priesterseminar in Speyer. Nach der Beauftragung folgt zunächst eine zweijährige Tätigkeit als Pastoralassistent, bevor ihnen nach der zweiten Dienstprüfung der Titel Pastoralreferent verliehen wird. Außerdem sind im Bistum zurzeit 123 Gemeindeassistenten/-referenten tätig. Gemeindeassistenten studieren drei Jahre an einer Hochschule für Praktische Theologie oder an einer Fachakademie und absolvieren ein Praxisjahr in einer Gemeinde.

Interessenten an den beiden pastoralen Berufen erhalten Auskünfte bei der Beratungs- und Informationsstelle "Berufe der Kirche", Pfarrer Ralf Feix, Telefon 0 62 32/10 23 37, sowie im Bischöflichen Ordinariat Speyer bei den Verantwortlichen für die beiden Berufsgruppen, Matthias Zech (Pastoralreferent(inn)en), Telefon 0 62 32/10 23 54, und Marianne Steffen (Gemeindereferent(inn)en), Telefon 0 62 32/10 23 22.  

Text: Pilger-is/Foto: privat