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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Montag, 11. September 2017

Reformationsgedenken in ökumenischer Offenheit: „Ein großes Wunder“

Bistum Speyer beteiligte sich am Projekt „Katholisch in Wittenberg“ im Rahmen der Weltausstellung Reformation

Ökumenereferent Thomas Stubenrauch, Ulrike Wick-Alda (Bistum Fulda), Verena Hammes (DBK) und Stefan Wick (Bistum Fulda) vor der katholischen Pfarrkirche Wittenberg 

Speyer/Wittenberg. 95 Tage lang präsentierten sich kirchliche Einrichtungen aus Deutschland und der ganzen Welt in Wittenberg und verwandelten die Geburtstadt der Reformation in eine große Open-Air-Ausstellung. Unter dem Motto „Katholisch in Lutherstadt“ setzten 21 katholische Bistümer ein Zeichen ihrer ökumenischen Verbundenheit. Für Ökumenereferent Dr. Thomas Stubenrauch, der das Bistum Speyer in Wittenberg vertrat, ein „deutliches Zeichen der Kirchen und zugleich ein Ansporn, auch nach 2017 auf dem ökumenischen Weg weiterzugehen“.

Vielfältiges Programm rund um die katholische Pfarrkirche
Am Rande der Wittenberger Altstadt stehen die Pfarrkirche und das Gemeindezentrum der katholischen Pfarrei „Unbefleckte Empfängnis Mariens“. Dort bot während der letzten Woche der Weltausstellung Reformation das Bistum Speyer zusammen mit dem Bistum Fulda ein vielfältiges Programm. Ökumenereferent Stubenrauch und sein Fuldaer Kollege Dr. Stefan Wick hielten Kurzmeditationen und Gottesdienste und standen für Talkrunden und persönliche Gespräche zur Verfügung. Als Gäste konnten sie unter anderem den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff und den ZdK-Präsidenten Prof. Dr. Thomas Sternberg begrüßen. 

Spirituelle, humorvolle und sinnliche Weinprobe
Auf große Resonanz stieß eine biblische Weinprobe mit Pfarrer i.R. Gerd Babelotzky. Er nahm die über 60 Teilnehmenden mit auf eine geistliche und zugleich humorvolle Entdeckungsreise durch die ganze Bibel: Vom Lebensbaum des Paradiesgartens, der für Babelotzky „ein Weinstock gewesen sein muss“, über die Hochzeit zu Kana und das letzte Abendmahl Jesu bis zum himmlischen Gastmahl, „bei dem Gott uns den Wein der Freude reichen wird“. Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit Klezmer-Musik, dargeboten von Heike und Tobias Scheuer aus Bruchsal. Eine Besucherin notierte am Ende des Abends im Gästebuch: „Es war ein wunderbarer Abend. So liebe ich die katholische Kirche: spirituell, humorvoll, sinnlich und den Menschen zugewandt“. Ein weiterer Höhepunkt war die Vorab-Premiere des Lehrfilms „Gratia Dei“ mit der Drehbuchautorin Dr. Ulrike Wick-Alda, Dozentin für systematische Theologie an den Universitäten Hildesheim und Hannover. Im Zentrum des Films steht ein fiktives Gespräch zwischen Martin Luther, Papst Hadrian VI. (1522-23) und dem Ordensgründer Philipp Neri über jene Fragen, die im 16. Jahrhundert zur Kirchenspaltung führten.

Die katholische Kirche als offener Ort für jedermann
Mit dem Auftritt der Bistümer Speyer und Fulda endete „Katholisch in Lutherstadt“. Verena Hammes, Koordinatorin dieses von der Deutschen Bischofskonferenz getragenen Projekts, bezeichnete es als ein „großes Wunder, dass das Reformationsgedenken 2017 in solch ökumenischer Offenheit gefeiert werden konnte“. Für den Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör zeigte sich die katholische Kirche während der 95 Tage als „offener Ort für jedermann“. Und Friederike Maier, Seelsorgeamtsleiterin des Bistums Magdeburg, stellte fest: „Sowohl die Weltausstellung als ganze als auch die katholische Pfarrei vor Ort haben sehr von der Präsenz der deutschen Bistümer profitiert“.

Text/Foto: Thomas Stubenrauch

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