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Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Dekanat 2 Donnersberg


Dekanat 3 Germersheim


Dekanat 4 Kaiserslautern


Dekanat 5 Kusel

Dekanat 6 Landau


Dekanat 7 Speyer


Dekanat 8 Pirmasens


Dekanat 9 Saarpfalz


Dekanat 10 Ludwigshafen


Dienstag, 14. November 2017

Erfolgreiche Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Altenheimseelsorge

Abschlussveranstaltung der Fortbildung in Neustadt

Qualifiziert und neu motiviert für die Begleitung von Menschen in Altenheimen: die Absolventen der von der Seniorenseelsorge angebotenen Fortbildung. 

Speyer. Ehrenamtliche sind in Pfarreien gefragter denn je. Ein ganz besonderer Bereich, der hohe Anforderungen stellt, ist die Begleitung von Menschen im Altenheim. Um die freiwilligen Helfer zu qualifizieren und zu stärken, bot die Seniorenseelsorge im Bistum Speyer von September 2016 bis November 2017 eine Fortbildung an.

In sechs Workshop-Modulen, konzipiert, organisiert und geleitet von Referentin Walburga Wintergerst, bereiteten sich die zehn Teilnehmer auf die Altenheimseelsorge vor. Einige der Einheiten wurden zusammen mit der Krankenhausseelsorge geplant und mit weiteren Referentinnen und Referenten durchgeführt. Themen waren zum einen der Umgang mit alten Menschen, mit Demenz, Sterben und Trauer, zum anderen Gesprächsführung, liturgische Feiern, die eigene Biografie und Spiritualität. „Meine Rolle im Auftrag der Pfarrei" war das Thema des letzten Moduls. „Alle haben viel Zeit investiert, waren engagiert dabei. Begleitend zu den Kursmodulen absolvierten die Teilnehmer von März bis Oktober ein Praktikum in Altenheimen mit gut zwei Stunden Einsatz wöchentlich", so Kursleiterin Wintergerst bei der Abschlussveranstaltung im Kloster Neustadt.

Die Absolventen äußerten sich sehr angetan von den Erfahrungen, die in der Qualifizierungsmaßnahme gesammelt wurden. "Ich war sehr lange schon in einem Altenheim tätig, habe mit den Bewohnern gesungen, gemalt, gebastelt. Antrieb ist für mich, das christliche Angebot mehr einzubringen. Der Kurs bringt mir mehr Sicherheit, gerade wenn ich mich Schwerkranken oder Sterbenden widme. Ich fühle mich nun ausgesendet", erklärt Inge Friedmann aus Ludwigshafen. Margit Hans aus der Wormser Region hat schon viele Kurse zu Hospiz-Begleitung und geistlichem Gespräch absolviert, findet aber gerade diese Fortbildung für sich persönlich bereichernd. Motivation ist für sie, Licht zu den Bewohnern der Heime zu bringen. Oft höre sie bei der Verabschiedung ein "Vergessen sie mich nicht", was sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit bestärke. 

Edith Koch war lange Mitglied im Heimbeirat des Altenheimes Dahn (früher Mariettenhaus, nun "Haus am Kurpark"), möchte aber mehr tun, als sich bei Verwaltungsdingen einzubringen. "Mein Selbstwertgefühl wurde durch die Erfahrung gestärkt, dass wir Laien die seelsorgerische Aufgabe auch bewältigen können. Wichtig ist, den Menschen zuzuhören und über Gott zu reden", fasst Koch zusammen. Erfahrungen als Altenpflegerin in verschiedenen Einrichtungen bringt Beate Amann aus Neustadt mit. "Ich habe stets gefühlt, dass etwas zu kurz kommt. Gerade das religiöse Selbstverständnis gibt neue Impulse. Mir ist es wichtig, die älteren Menschen im Heim spüren zu lassen, dass sie noch zur Pfarrei gehören."

Die Ordensschwestern Hildegard und Veronika vom Mutterhaus St. Dominikus Speyer begegnen im eigenen Mutterhaus dem Älterwerden und damit verbundenen Herausforderungen. "Wir wollten etwas Neues finden, Bewegung in die Gemeinschaft bringen. Ich war froh, dass meine Mitschwester Hildegard mich motiviert hat, am Kurs teilzunehmen", so Schwester Veronika. "Das hat uns Mut gemacht, uns auch mit dem eigenen Älterwerden auseinanderzusetzen." Beide sehen sich als Botschafterinnen für die Liebe Gottes und den älteren Mitmenschen nahe zu bringen, dass auch sie noch wichtig sind, wertgeschätzt und gebraucht werden. "Walburga Wintergerst hat das ganz prima gemacht, uns viele Inspirationen gegeben." Ihr Praktikum haben die Ordensfrauen im Speyerer Haus am Germansberg absolviert. "Dank der guten Zusammenarbeit mit der Pfarrerin haben wir im Altenheim lebendige Ökumene gepflegt", betont Schwester Hildegard. 

Albert Schall aus Zeiskam ist seit Jahren in der Gemeinde St. Bartholomäus ehrenamtlich tätig, besucht kranke und alte Menschen, bringt die Kommunion ins Haus. "Der Kurs hat mich gestärkt, mir neue Impulse gegeben. Wichtig ist, dass man nicht aufgibt, sondern seine 'Talente' nutzt", meinte er, bezugnehmend auf das Gleichnis im Evangelium.

Den Gedanken der Aussendung griff Dr. Thomas Kiefer bei der Verleihung der Zertifikate auf: "Sie tun diesen Dienst im Auftrag der Pfarrei als Kirche vor Ort, eng vernetzt mit dem Pastoralteam. Ihr Dienst ist ein Seelsorgeangebot der Pfarrei", betonte der Leiter der Abteilung Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen im Bischöflichen Ordinariat. 

Text/Foto: Andrea Zimmermann

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