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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Montag, 12. März 2018

„Wir glauben an Wunder“

2. Fachtag der Abteilung „Besondere Seelsorgebereiche“ im Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster

Dr. Susanne Lieb, stv. Chefärztin des Pfalzinstituts für Kinder- und Jugendpsychiatrie, informierte die Seelsorgerinnen und Seelsorger über „Suizid und Suizidalität“ bei Kindern und Jugendlichen. 

Klingenmünster. Kirche an anderen Orten - das kennzeichnet die Abteilung „Besondere Seelsorgebereiche“ mit ihren verschiedenen Feldern wie Krankenhaus-, Gefängnis-, Polizei- und Notfallseelsorge, Telefon- und Internetseelsorge, Hospiz- und Trauerseelsorge und Seelsorge für Menschen mit Behinderung.

Zum zweiten Mal trafen sich daher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung zu einem Fachtag im Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster, der von dem Team der katholischen Krankenhausseelsorge vor Ort mitorganisiert war. 

Schon die Eröffnung des Fachtages durch Paul Bomke, Geschäftsführer des Pfalzklinikums, machte deutlich, wie sehr in der Ausrichtung und Weiterentwicklung der Arbeit mit psychisch kranken Menschen in Klingenmünster eine visionäre Kraft zum Tragen kommt, die versucht der bisherigen Ausgrenzung und Absonderung durch den Gedanken der Inklusion Raum zu geben. 

Der Vormittag widmete sich dem Thema „Suizid und Suizidalität“ insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Dr. Susanne Lieb, stv. Chefärztin des Pfalzinstituts für Kinder- und Jugendpsychiatrie, informierte in einem Grundsatzreferat über Ursachen, Diagnostik und Forschungsergebnisse zum Thema und machte deutlich, wie wichtig auch eine aktive therapeutische und lebensfördernde Haltung im Umgang mit suizidgefährdeten Jugendlichen ist.

Danach gab es die Möglichkeit verschiedene Bereiche des Pfalzklinikums auch räumlich kennenzulernen und zu erleben und mit dem jeweiligen Fachpersonal ins Gespräch zu kommen. So konnten in drei Kleingruppen das Pfalzinstitut für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Allgemeinpsychiatrie wie auch eine Station der forensischen Psychiatrie besucht werden.

Nach dem Mittagessen in der Kantine des Pfalzklinikums stellte Hans Fresch, stv. Leiter Betreuen – Fördern – Wohnen, mit einem Impulsreferat zum Thema „Gemeindepsychiatrie“ einen weiteren Schwerpunkt des Pfalzklinikums vor. „Wir glauben an Wunder“ formuliert den Kerngedanken des Leitbildes einer Psychiatrie, die versucht sich von dem stationären Gedanken im Umgang mit chronisch psychisch kranken Menschen zu lösen und mit einem Angebot von kleinen Wohngemeinschaften und einer dezentralen Versorgung Wege in die Fläche „mittendrin in der Gemeinde“ hin zu mehr Nachbarschaft, mehr Beteiligung und weniger Stigmatisierung zu finden. Auch die Kirchen vor Ort sind hier wichtige Netzwerkpartner und können dazu beitragen, Vorurteilen im Umgang mit psychisch kranken Menschen entgegenzuwirken. Nach dem Referat hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit verschiedene Wohnprojekte auf dem Gelände des Pfalzklinikums kennenzulernen und mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen. 

Am Ende des Tages zeigten sich die Teilnehmenden beeindruckt von der ganz am einzelnen Menschen orientierten engagierten Ausrichtung und Haltung der Mitarbeitenden im Pfalzklinikum. Neben dem Wunsch nach einer Vertiefung des Schwerpunktthemas „Suizid und Suizidalität“ etwa durch den Umgang mit Trauer nach einem Suizid, war es auch ein Anliegen die Rolle der Seelsorge bei zukünftigen Fachtagen noch deutlicher herauszuarbeiten. 

Text/Foto: Susanne Laun

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