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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Dienstag, 13. März 2018

Bischof Jean Damascène Bimenyimana verstorben

Bistum Speyer trauert um den Bischof seines ruandischen Partnerbistums

Bischof Jean Damascène Bimenyimana 

Cyangugu. Am 11. März ist Bischof Jean Damascène Bimenyimana, der Bischof des Speyerer Partnerbistums Cyangugu in Ruanda, verstorben. Er wurde1997 von Papst Johannes Paul II. zum zweiten Bischof des 1981 gegründeten Bistums Cyangugu ernannt. Sein bischöflicher Wahlspruch lautete: „In humilitate et caritate - In Demut und Liebe“. In seiner Amtszeit besuchte er mehrere Male das Bistum Speyer und empfing umgekehrt auch mehrfach Besuch von kirchlichen Repräsentanten und pfarrlichen Gruppen aus der Pfalz. „In den Begegnungen mit Bischof Bimenyimana wurde auf bewegende Weise spürbar, welche Bereicherung Kontakte in die Weltkirche bedeuten können. Auf der Grundlage von Offenheit, Solidarität und der Bereitschaft, am Leben des Gegenübers Anteil zu nehmen, konnte sich eine Partnerschaft entwickeln, in der wir vieles voneinander und miteinander lernen können“, äußerte sich Weihbischof Otto Georgens, Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben, zum Tod von Bischof Jean Damascène Bimenyimana, der am Sonntag nach schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren verstorben ist.

Die Partnerschaft zwischen den Bistümern Speyer und Cyangugu ist aus der 1982 begründeten Partnerschaft zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und Ruanda hervorgegangen. Am Anfang stand die Reise einer Speyerer Delegation ins neue Partnerland Ruanda. Bischof Dr. Anton Schlembach sagte zum Start der Partnerschaft im Jahr 1984: „Es soll eine Partnerschaft, keine Patenschaft angestrebt werden. Sie soll in einem wechselseitigen Geben und Nehmen bestehen.“ Dieses Ziel wurde in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Kontakten und Projekten immer mehr verwirklicht. Dabei ging es um praktische Hilfe, wie zum Beispiel beim Bau eines Kleinen Seminars in Cynagugu oder nach dem großen Erdbeben im Jahr 2008. Entscheidender jedoch waren die menschlichen Begegnungen, die vor allem zwischen den Pfarreien Kaiserslautern (St. Martin), Erfenbach und Waldsee zu ihren ruandischen Partnerpfarreien geknüpft wurden. Auch zwischen Schulen, Ordensgemeinschaften und anderen Einrichtungen sind so im Lauf der Jahre Verbindungen gewachsen, die häufig in konkrete Projekte einmündeten. So bezieht das Bistum Speyer seit dem Jahr 2012 qualitativ hochwertigen und fair gehandelten Kaffee aus Kaffeeplantagen aus dem Südwesten Ruandas, die in einer kleinen Kaffeemanufaktur in Landau geröstet werden. Ein Freiwilligenprogramm bietet seit 2014 Jugendlichen aus Deutschland die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst im Südwesten Ruandas zu leisten. Aktuell setzt sich das Bistum Speyer dafür ein, dass das Krankenhaus in Mibilizi modernisiert wird.

Das Bistum Cyangugu liegt im Drei-Länder-Eck von Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Burundi. Rund 700.000 Menschen leben im Bereich der Diözese am Kivu-See, etwa 320.000 davon sind Katholiken. Die übrigen gehören vorwiegend protestantischen Kirchen und Gemeinschaften an. Zudem gibt es eine muslimische Minderheit von fünf bis zehn Prozent.

Text/Foto: is

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