Montag, 26. März 2018

Weihbischof Georgens gratuliert Christine Weitzel

Christine Weitzel (Mitte) bei der Auszeichnung „Pro ecclesia et pontifice“ 2012 mit der Präsidentin des Missionswerkes Margret Dieckmann-Nardmann und Weihbischof Otto Georgens. 

Diözesanleiterin des Päpstlichen Missionswerkes der Frauen feiert 80. Geburtstag

Ramstein/Speyer. Weihbischof Otto Georgens gratuliert der Leiterin des Päpstlichen Missionswerkes für die Frauen im Bistum Speyer, Christine Weitzel, zum 80. Geburtstag am 27. März. „Durch Ihr außerordentliches Engagement sind Sie in all den Jahren das Gesicht unseres Frauenmissionswerkes geworden“, würdigt der Weihbischof, der auch Geistlicher Beirat des Frauenmissionswerks im Bistum Speyer ist, in einem Brief das Wirken der Jubilarin. „Auf Ihre Initiative hin konnten regelmäßig Ausstellungen von Paramenten zum Beispiel bei den Katholikentagen des Bistums, in Kindsbach und im Geistlichen Zentrum Maria Rosenberg durchgeführt werden. Zahlreiche Projekte in der Weltkirche konnten so wirksam unterstützt werden“, so Georgens.

Christine Weitzel, die in Ramstein wohnt, leitet seit Herbst 1993 das Päpstliche Missionswerk der Frauen im Bistum Speyer. Im Jahr 2012 erhielt sie für ihr Engagement die päpstliche Auszeichnung „Pro ecclesia et pontifice“. „Bischof Dr. Anton Schlembach hat mich damals gebeten, das Amt, das drei Jahre vakant war, zu übernehmen“, erzählt Weitzel. „Am Anfang waren wir 173 Mitglieder, inzwischen sind es noch 135 Frauen. Leider sind in den letzten Jahren viele verstorben.“ Neben dem Gebet für Berufungen war die Herstellung von Messgewändern und Priester-Stolen, um eine würdige Liturgiefeier auch in armen Ländern zu ermöglichen, ein wichtiger Bereich der Arbeit des Päpstlichen Missionswerkes der Frauen. In den vergangenen 25 Jahren wurden so im Bistum rund 900 Messgewänder genäht. „Ohne das Engagement der Mitglieder und die Batikarbeiten von Toni Knoth wäre dies nicht möglich gewesen“ betont Weitzel. „Allerdings hat sich in den letzten Jahren die Aufgabenstellung verändert. Paramente werden heute vor Ort vor allem von Ordensschwestern gefertigt.“ 

Das Missionswerk unterstützt mit seiner Arbeit außerdem in vielen Ländern Frauen, die unter Gewalt und Menschenrechtsverletzungen leiden. So konnte der Speyerer Diözesanverband durch Mitgliedsbeiträge und Spenden zum Beispiel in La Paz, der Hauptstadt Boliviens, ein Hilfsprojekt für minderjährige, alleinstehende Mütter finanzieren und ein Frauenhaus in San Ingnacio. „Insgesamt konnten wir in den letzten 23 Jahren rund 75 000 Euro für Hilfsprojekte in Afrika, Indien und Südamerika zur Verfügung stellen“, zieht Weitzel Bilanz.

Hintergrundinformationen:

Das Päpstliche Missionswerk der Frauen in Deutschland besteht seit 125 Jahren und hat nach eigenen Angaben 5000 Mitglieder. Es untersteht als päpstliches Werk der Kongregation für die Evangelisierung der Völker in Rom und der Deutschen Bischofskonferenz. Es versteht sich als weltweite Gebetsgemeinschaft und setzt sich für die Rechte von Frauen und für die katholische Kirche weltweit ein. Die Mitglieder engagieren sich alle ehrenamtlich. Präsidentin Margret Dieckmann-Nardmann nennt als „Säulen“ des Werkes die drei Bereiche „Spiritualität“, „Projektarbeit von Frauen für Frauen“ und die „Unterstützung der Feier der Eucharistie“. Schwerpunkt bei der Projektarbeit ist derzeit die Unterstützung von Frauen, die unter Menschenrechtsverletzungen leiden, unter anderem in Nigeria, Ruanda, Bolivien, Indonesien. Das Werk feiert seinen 125. jährigen Geburtstag am 9. September 2018 in der Citykirche in Koblenz.

Weitere Informationen: http://www.frauenmissionswerk.de

Text: is/ Foto: Pilger