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Mittwoch, 07. November 2018

Ein Stück Lourdes in Oggersheim

Erste Station der Reliquien der Heiligen Bernadette war das Franziskanerkloster

Auch im Minoritenkloster in Oggersheim beteten Gläubige vor dem Schrein mit den Reliquien der Hl. Bernadette. 

Ludwigshafen. „Es geschehen so viele Wunder in unserem Leben.“ Renate Gießler aus Ludwigshafen-Friesenheim sagt es und sammelt möglichst viel Informationsmaterial am Schriftenstand ein. Sie hat es sich nicht nehmen lassen, gleich am ersten Abend nach der Ankunft zum Schrein mit Reliquien der Heiligen Bernadette Soubirous in die Herz-Jesu-Kapelle des Franziskanerklosters in Ludwigshafen- Oggersheim zu kommen. Bis zum 5. November waren die Reliquien in Oggersheim, danach in Jockgrim und Rheinzabern. Weitere Stationen sind Maria Rosenberg, Homburg und Speyer.

Dem einstigen Hirtenmädchen Bernadette soll im Alter von 14 Jahren im Jahr 1858 in der Nähe der Stadt Lourdes 18 Mal die Mutter Gottes erschienen sein. Bei einer dieser Erscheinungen soll Bernadette aufgefordert worden sein, an dieser Stelle eine Kapelle errichten zu lassen. 1862 wurden die Erscheinungen vom Bischof von Tarbes offiziell anerkannt. Lourdes wurde zum bekanntesten Marienwallfahrtsort weltweit. Seliggesprochen wurde Bernadette am 14. Juni 1925 durch Papst Pius XI. Heiliggesprochen wurde sie am 8. Dezember 1933.

Es ist ein kleiner Kreis von Gläubigen, der sich am Vorabend von Allerheiligen in der Herz-Jesu-Kapelle zur ersten Marienandacht vor dem Schrein mit den Reliquien der Heiligen Bernadette eingefunden hat. Pater Peter lässt während einer Andacht das Leben der Bernadette kurz Revue passieren. „Warum hat Gott ausgerechnet Bernadette ausgesucht? Sie konnte doch weder lesen noch schreiben“, fragt er und antwortet zugleich: „Es ist nicht wichtig, was wir in den Augen der Menschen sind. 

Es ist wichtig, was wir in den Augen Gottes sind.“ Millionen von Menschen pilgerten nach Lourdes, so Pater Peter. Nicht alle kämen körperlich gesund zurück, aber alle holten sich Kraft für die Seele. Das Gebet gebe Kraft. Gemeinsam singen die Gläubigen das große Lourdes-Lied. Bis zum 5. November konnten die Gläubigen in Oggersheim täglich im Stillen vor den Reliquien beten, an Andachten und Gottesdiensten teilnehmen.

Der Schrein mit den Reliquien wurde von den Maltesern nach Oggersheim gebracht. Er ist zurzeit auf Missionsreise durch Deutschland. „Nicht alle Menschen können nach Lourdes pilgern“, sagt Pater Peter im Gespräch mit dem „Pilger“ nach der Andacht. Für sie sei es eine Freude, dass ein Stück Lourdes nach Oggersheim komme. Die Wallfahrtskirche ist die erste Station der Reliquien auf ihrer Reise durch das Bistum Speyer. Der früher bedeutende Wallfahrtsort liege zentral in der Rhein-Neckar-Metropole, sei von vielen Menschen gut zu erreichen, sagt Pater Peter.

Renate Gießler möchte möglichst jeden Tag nach Oggersheim kommen. „Im Alltag ist man oft so weit weg vom Glauben. Abgelenkt.“ Sie hoffe, durch das stille Gebet und die Andachten wieder mehr zu ihrem Glauben zu kommen. Im Prinzip müsse jeder Mensch erkennen, dass er durch das Leben geführt werde. „Die Hoffnung ist wichtig in unserem Leben“, betont Gießler. Niemand dürfe die Hoffnung aufgeben.     

Text/Foto: Stefan Tresch

Weitere Informationen zum Aufenthalt der Reliquien aus Lourdes im Bistum Speyer

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