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Freitag, 09. November 2018

Speyerer Dom erhält Bundesmittel zur Sanierung der Vorhalle

Zusage aus Berlin über Fördermittel in Höhe von 356.000 Euro aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm VII.

Die Vorhalle des Speyerer Doms 

Speyer. Freudige Nachrichten aus Berlin: Wie dem Speyerer Domkapitel vom Büro des haushaltspolitischen Sprechers der SPD Bundestagsfraktion Johannes Kahrs mitgeteilt wurde, fördert der Bund die anstehende Sanierung der Vorhalle des Doms mit 356.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm VII. der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters.

Unterstützt wurde das Domkapitel bei der Beantragung der Sonderförderung vom Land Rheinland-Pfalz, das sich zudem mit Mitteln in gleicher Höhe an der Maßnahme beteiligt. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe hatte die Förderung empfohlen. Auf bundespolitischer Ebene hatten sich der Bundestagsabgeordnete und Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SDP-Bundestagsfraktion Dr. Lars Castellucci und die den Wahlkreis Speyer betreuende SPD-Bundestagsabgeordnete Doris Barnett für den Antrag stark gemacht.

„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung von Seiten des Bundes“, erklärt der Kustos des Doms, Domkapitular Peter Schappert. „Die Zuwendung macht deutlich, dass der Dom als Kathedrale und Denkmal von internationaler Bedeutung von der Bundesregierung als unbedingt erhaltenswert eingestuft wird.“ Beantragt wurden die Mittel durch das Speyerer Domkapitel, um die umfangreiche Sanierung der Vorhalle innerhalb eines überschaubaren Zeitraums finanzieren zu können.

„Der besondere Stellenwert der Vorhalle ergibt sich zum einen aus der eigenständigen Bedeutung dieses Gebäudeabschnitts als historistisches Gesamtkunstwerk. Zum anderen aus ihrer Funktion: Die Vorhalle des Doms ist gleichsam die Empfangshalle für die Besucher, die hier einen ersten und bleibenden Eindruck von dem Gebäude erhalten. Ausgerechnet hier sind Boden, Raumschale und nicht zuletzt die Reliefs und Skulpturen aber von auch für den Laien erkennbaren Verschmutzungen und Beschädigungen betroffen“, erklärt Domkapitular Schappert die Bedeutung der Sanierungsmaßnahme. 

Die umfangreiche und denkmalgerechte Sanierung der Vorhalle soll einer weiteren Schädigung vorbeugen und zugleich den optischen Gesamteindruck nachhaltig verbessern. Im kommenden Jahr 2019 kann dank der zugesagten Bundesmittel mit der schrittweisen Restaurierung aller Steinoberflächen sowie der Reliefs und Skulpturen begonnen werden. Bereits 2015 wurde eine Untersuchung durchgeführt, die Aufschluss über die Art und Anzahl der notwendigen Maßnahmen an Boden, Wänden, Gewölben sowie Kenotaphen, Reliefs und Skulpturen gab. Darunter sind Steinersatz, Herausnahme störender Kittungen mit falscher Oberflächengestaltung, Austausch desolater Bodenplatten, Ausbesserung von Schäden durch Rostsprengung an den Skulpturen, Oberflächenreinigung, Abnahme oberflächenverdichtender Verkrustungen und eine Überarbeitung des Beleuchtungskonzept.

Ebenfalls notwendig ist eine neue Taubenbewehrung mit einem Austausch der vorhandenen Netze gegen kaum sichtbare Edelstahldrähte, wodurch die optische Wirkung der Kunstwerke verbessert werden soll. Im April 2016 fand eine Probereinigung der Skulptur Heinrich V. mittels eines Lasertechnik statt, die den weißen Donaukalksandstein wieder sichtbar machte und etwas von dem früheren Glanz der historistischen Gesamtkomposition erahnen lässt.

Die Sanierung der Vorhalle ist in zehn Abschnitten vorgesehen. Nach den jetzigen Plänen wird die Maßnahme ohne eine vollständige Schließung der Vorhalle und innerhalb eines überschaubaren Zeitraums bewerkstelligt werden, um ein optisches Auseinanderfallen der einzelnen Raumteile zu verhindern. Die nach der Voruntersuchung zu erwartenden Kosten in Höhe von 891.000 Euro für die Sanierung der Vorhalle hätte das Domkapitel nicht im Rahmen der jährlichen Instandhaltung finanzieren können. Dank der Unterstützung des Bundes und des Landes kann die Maßnahme nun in Kürze starten. Etwa ein Jahr werden die Arbeiten andauern.

Text/Foto: Friederike Walter/Domkapitel Speyer

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