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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Donnerstag, 08. Oktober 2015

Auseinandersetzung mit dem Gedenken an die Reformation

Jahrestagung der Religionslehrer zum Jahr 2017 in Ludwigshafen

Dr. Irina Kreusch, Bistum Speyer mit Referentin Prof. Dr. Johanna Rahner und Oberkirchenrat i. R. Dr. Klaus Bümlein (v.l.). 

Ludwigshafen. „Reformation – Gedenken – Ökumene“ lautete das Thema der Jahrestagung für katholische Religionslehrerinnen und Religionslehrer an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen in der Diözese Speyer. Rund 100 Lehrerinnen und Lehrer folgten am 5./6. Oktober der Einladung des Bistums ins Heinrich-Pesch-Haus nach Ludwigshafen. Frühzeitig vor 2017 fand somit eine fachliche Auseinandersetzung mit dem 500jährigen Reformationsgedenken statt.

Das Referat zum Einstieg in das Thema hielt die katholische Theologin Prof. Dr. Johanna Rahner aus Tübingen. Aus ihrer Sicht ist das Jahr 2017 kein Jubiläum und auch keine Gedenkfeier. Reformation sei ein reines Konstrukt, das von evangelischer Seite stilisiert werde und auf katholischer Seite dazu führen sollte über das eigene Kirchenbild nachzudenken. „Eine unausgegorene Geschichte des II. Vatikanums“ bleibt eine katholische Aufgabe, denn Reform war auch das Grundanliegen des Konzils und damit eine Kirchenerneuerung. Rahner lud dazu ein, dass „alle Konfessionen durch gemeinsames Lernen in der Erkenntnis des Evangeliums voranschreiten.“ Für die Lehrer vorrangig war die Frage: Was bedeutet „Reformation“ und wie erkläre ich dies aus katholischer Sicht meinen Schülern?

Dr. Irina Kreusch, Schulrätin im Kirchendienst für Gymnasien im Bistum, zeigte sich zufrieden als Tagungsleiterin: „Wir schulden den Religionslehrerinnen und -lehrern die theologische Bildung zu diesem Thema. Zur Frage, was hier in Deutschland gefeiert wird, sollten alle Christen auskunftsfähig sein.“

Weitere Angebote der Jahrestagung waren Expertenrunden für den Unterricht darunter auch zum Thema: „Abschied vom Luther-Mythos? Die dunklen Seiten des Reformators“ mit Fachberater Andreas Britz, Goethe Gymnasium Germersheim. Für die Frage nach Welt- und Gottesbild von Luther und Menschen im Mittelalter konnten Dr. Klaus Bümlein, Oberkirchenrat i. R. aus Speyer und Johann Betz aus St. Ingbert als ökumenisches Tandem gewonnen werden.

Domdekan Christoph Kohl feierte den Gottesdienst mit der Gruppe und stand zum Gespräch für schulische Themen bereit. Der konfessionelle Religionsunterricht, die Schulpastoral, Angebote für die Trauerarbeit an Schulen sowie aktuelle Fragen zu Flüchtlingen und Schule im Bereich Globales Lernen waren Themen von aktuellem Interesse.

Text/Foto: Schulabteilung

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