Freitag, 30. Oktober 2015

Bestehende Zusammenarbeit besiegelt

Sie stellen die Zusammenarbeit auf eine verbindliche Grundlage: (v. l.) Annette Schenk vom Caritas-Altenzentrum, Karl-Ludwig Hundemer vom Caritasverband, Pfarrer Michael Erlenwein von der Ökumenischen Sozialstation, Leiterin Edith Sellinger und Mitarbeiterin Margit Thomas vom Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Südlicher Rhein-Pfalz-Kreis. 

Caritas-Altenzentrum St. Matthias schließt mit Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst in Schifferstadt Kooperationsvertrag

Schifferstadt. Das Caritas-Altenzentrum St. Matthias und der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst in Schifferstadt haben am Freitag, 30. Oktober, in den Räumen von St. Matthias eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die bereits bestehende Zusammenarbeit auf eine verbindliche Grundlage zu stellen. „Damit wird die Hospizhilfe ein fester Bestandteil unserer Betreuung und Hilfe für die Menschen, die bei uns ihr letztes Zuhause haben“, unterstrich Vorsitzender Karl-Ludwig Hundemer vom Caritasverband für die Diözese Speyer die Bedeutung des Vertrags.

Zur ökumenischen Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz gehören 13 Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste mit 22 hauptamtlichen und 460 ehrenamtlichen Hospizbegleitern, gab Karl-Ludwig Hundemer einen Überblick in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ökumenischen Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz, die vom Caritasverband Speyer und dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz getragen wird. Stellvertretender Vorsitzender ist Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr.

Von seiten der Hospizhilfe wurde der Vertrag von Pfarrer Michael Erlenwein unterzeichnet, dem Vorsitzenden der ökumenischen Sozialstation in Schifferstadt als Träger des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Südlicher Rhein-Pfalz-Kreis.

„Wir wollen heute die sehr gute Zusammenarbeit schriftlich besiegeln, die bereits seit 2005 existiert“, sagte auch Leiterin Annette Schenk vom Caritas-Altenzentrum St. Matthias. Seinerzeit besuchten zwei Mitarbeiterinnen von St. Matthias einen Basiskurs des Hospizdienstes. Damit war die Idee der intensiven Betreuung von Bewohnern vor und in der Sterbephase in St. Matthias geboren. Seitdem werden Bewohner auf Wunsch von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des ambulanten Hospizdienstes betreut und begleitet. Die Leiterin ist insbesondere stolz darauf, dass St. Matthias eine der ersten Einrichtungen des Caritasverbandes Speyer ist, in der der Palliativgedanke praktiziert und gelebt wird.

Es sei ihr ein Anliegen, dass die Bewohner am Lebensende die Begleitung bekommen, die sie brauchen - sowie auch ihre Angehörigen - „gehören doch das Thema Sterben und der damit verbundene Tod immer noch zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft.“
Die Hospizbegleiter seien auf Wunsch für die Bewohner, Angehörige und Pflegekräfte da: „Sie schenken uns ihre kostbare Zeit, sie geben uns Kraft, sie nehmen sich unseren Ängsten an, sie geben uns Hoffnung, sie helfen uns, uns mit den Themen Sterben und Tod auseinanderzusetzen, sie trauern mit uns, sie lindern unser Leid.“

Deshalb war es das Ziel in St. Matthias, die schon lange bestehende Kooperation mit dem ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst auszubauen und zu intensivieren und auch die Mitarbeiter in St. Matthias aktiv miteinzubeziehen. Denn die Zusammenarbeit sei zum Wohle aller - der Bewohner und deren Angehörigen sowie auch der Mitarbeiter. Die Leiterin dankte insbesondere Pflegedienstleiterin Michaela Merbt, die dieses Anliegen unterstützt hat. Edith Sellinger, der Leiterin des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes, sei eine sehr gute Gesprächspartnerin für die Ideen des Caritas-Altenzentrums gewesen und immer auf die Verbesserung der Arbeit gerichtet.

Zwischenzeitlich habe sich viel in St. Matthias verändert. Mittlerweile führe der Hospizdienst für die Mitarbeiter von St. Matthias eine mehrteilige Fortbildungsreihe zum Thema „Was können wir unseren Bewohnern am Lebensende Gutes tun?“ durch. Auch mit Zahlen ließe sich die intensive  Zusammenarbeit belegen. Waren es im Jahr 2014 noch neun Bewohner, die begleitet wurden, so waren es in diesem Jahr bis heute bereits 16 und 16 weitere würden derzeit noch begleitet. Leiterin Annette Schenk betonte in ihrer Rede:  „Ihre Besuche werden von Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern wertgeschätzt und wir sind dankbar, dass Sie zu uns kommen.“

Text/ Foto: Caritasverband für die Diözese Speyer