Donnerstag, 14. Februar 2019

„Geh und baue mein Haus wieder auf“

Eine Fahrt nach San Damiano in Assisi festigte die Beziehung der Pfarrei zu ihrem Patron, dem Heiligen Franz von Assisi 

Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Rockenhausen hat ihr Konzept für die künftige Seelsorge entwickelt / Domkapitular Franz Vogelgesang bringt Glückwünsche des Bistums zum Ausdruck

Rockenhausen. Als achte Pfarrei im Bistum Speyer hat die Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Rockenhausen ein Konzept für die künftige Seelsorge entwickelt. „Wir gratulieren Ihnen zur Fertigstellung Ihres pastoralen Konzepts und hoffen, dass es sowohl als wertvolle Richtschnur bei notwendigen Entscheidungen als auch als hilfreiches Instrument bei der Reflexion der konkreten Arbeit dienen kann“, schreibt Domkapitular Franz Vogelgesang, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariats, in einem Brief an die Pfarrei. Er verstehe das pastorale Konzept „als Beitrag zu einer stetig lernenden Diözese“. Vogelgesang dankt allen, die sich bei der Erarbeitung eingesetzt haben: „Ich spreche Ihnen meine große Anerkennung und meinen hohen Respekt für die geleistete Arbeit und für das Engagement aus.“

Das Konzept trägt den programmatischen Titel „Geh und baue mein Haus wieder auf“. Der Heilige Franziskus hat diesen Auftrag im Jahr 1206 vor dem Kreuz von San Damiano erhalten. „Vor diesem Kreuz hat er seine Lebensberufung erfahren. Eine Nachbildung wurde einer Delegation aus unserer Pfarrei im Oktober 2016 auf einer Pilgerfahrt nach Assisi übergeben. Es hat seitdem einen Ehrenplatz bei allen zentralen Feierlichkeiten, die unsere Pfarrei und unseren Pfarrpatron betreffen“, erklärt Dekan Markus Horbach, leitender Pfarrer der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Rockenhausen. Bei der Entwicklung des Konzepts sei eine „Kultur des Hörens“ im Vordergrund gestanden. „Unsere Aufmerksamkeit richtete sich auf äußere und innere Ereignisse und auf die Offenbarung Gottes. Immer wieder haben wir uns gefragt: Was ist jetzt und hier das Bessere, damit wir Jesus Christus wirklich nachfolgen? Was will Gott jetzt von uns?“ berichtet Markus Horbach. Entwickelt wurde das Konzept für die künftige Seelsorge gemeinsam mit den Räten und dem Pastoralteam der Pfarrei. „Ich bin sehr dankbar für das Engagement aller“, so Horbach.

Grundlage der Konzeptentwicklung war eine Pfarreianalyse. Dabei habe sich gezeigt, dass es in Lebendigkeit und Engagement große Parallelen zwischen kirchlicher Gemeinschaft und politischer Gemeinde gibt und die Kooperation mit Vereinen und politischen Gemeinden daher einen hohen Stellenwert haben muss. In der Entscheidung für den Heiligen Franziskus als Patron der Pfarrei  sei der Wunsch zum Ausdruck gekommen, „aus kleiner Kraft und bescheidenem Engagement der Minderheit eine starke überzeugte christliche Gemeinde und Gemeinschaft erstehen“ zu lassen, so Markus Horbach.

In ihren Visionen bekennt sich die Pfarrei zu einem geschwisterlichen Feiern, Glauben, Leben und Handeln. „Wir sind gelassen und zuversichtlich im Wissen um das Wirken Gottes und seines Geistes unter uns, zugleich wagen wir miteinander Zukunft und sind experimentierfreudig“, heißt es in dem im Konzept. Ausgehend von dieser Vision hat sich die Pfarrei konkrete Ziele gesetzt, zum Beispiel den Gemeindemitgliedern das Leben und Wirken des Heiligen Franziskus näher zu bringen und die Seelsorgeangebote stärker am Lebenslauf der Menschen zu orientieren. Auch die Spiritualität und die Öffentlichkeitsarbeit der Pfarrei sollen gestärkt werden. Das pastorale Konzept der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi ist auf der Internetseite des Bistums Speyer veröffentlicht.

Weitere Informationen zur Pfarrei Heiliger Franz von Assisi, Rockenhausen:

http://www.kirche-donnersberg.de/e137/e155/

Weitere Informationen zum Thema „Pastorales Konzept“:

https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/gemeindepastoral-2015/pastorale-konzepte-der-pfarreien/

Foto: Expedia