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Montag, 18. Februar 2019

„Stabübergabe“ in der Katholischen Familienbildungsstätte in Pirmasens

Susanne Dausend-Thomas gibt Leitung an Brigitte Facco ab – Feierstunde am Samstag

Susanne Dausend-Thomas, Dr. Thomas Kiefer und Brigitte Facco (v.l.n.r.) 

Pirmasens. Seit 40 Jahren besteht die Katholische Familienbildungsstätte in Pirmasens (KFB). Sie habe sich in dieser Zeit zu einem Leuchtturm, zu einem Orientierungspunkt in der Region entwickelt, sagte Dr. Thomas Kiefer, Abteilungsleiter Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen im Bistum Speyer, in dessen Verantwortungsbereich die KFB fällt. Seit 2013 trug Susanne Dausend-Thomas als Leiterin der KFB maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Kiefer verabschiedete sie jetzt aus diesem Amt und hieß in einer Feierstunde ihre Nachfolgerin, Brigitte Facco, willkommen.

Er sehe Dausend-Thomas Abschied mit einem weinenden und lachenden Auge, bekannte Kiefer. Weinend, weil es immer eine hervorragende Zusammenarbeit gegeben habe. Lachend, weil Dausend-Thomas der Einrichtung nicht verloren geht. Sie wird als Bildungsreferentin in der Einrichtung tätig sein und sich damit ihren Wunsch, noch mehr mit den Menschen zu tun zu haben, erfüllen.

Damit eine Katholische Familienbildungsstätte so eine Entwicklung nehmen könne, vier Generationen begleite, brauche es Menschen, die das Thema leben, sagte Kiefer. Das habe die bisherige KFB-Leiterin getan - auch in schwierigen Zeiten, wenn Sparmaßnahmen oder Bauarbeiten anstanden.

Susanne Dausend-Thomas, die vor einem Jahr den Wunsch geäußert habe, die Leitung der KFB abzugeben, habe mit ihrer persönlichen Art – herzlich, offen, optimistisch, freundlich – die KFB nach außen perfekt vertreten, würdigte Kiefer. Sie habe Ideen entwickelt, dafür gearbeitet und gekämpft, sie durchzusetzen. Ideen, wie das Projekt „Mamma mia“, das jungen Schwangeren und Müttern Hilfe bietet oder das Repair-Café, im vergangenen Jahr mit dem Nardini-Preis ausgezeichnet, nannte Kiefer exemplarisch zwei herausragende Projekte.

Sichtlich gerührt verabschiedete sich Dausend-Thomas von ihrem bisherigen Amt. Ihrer Nachfolgerin Brigitte Facco packte sie eine Schatzkiste. In die steckte sie alles, was man braucht, um die KFB erfolgreich zu leiten. Sie packte Goldstücke rein, die stellvertretend für die festen Mitarbeiterinnen in der KFB stehen. „Es sind wahre Goldstücke“, lobte sie deren Engagement. Sie packte Edelsteine dazu, die stellvertretend für die Dozenten stehen, die helfen das umfangreiche Kursangebot der KFB umzusetzen. Über 500 Veranstaltungen finden allein pro Jahr in den Räumen der KFB statt. Dazu kommen weitere Termine an weiteren Orten.

Für die Räume packte Dausend-Thomas einen Schlüssel in die Schatzkiste. Es brauche einen guten Vermieter, sagte sie. Und den habe die KFB gefunden, dankte sie dem Hausherrn Dekan Johannes Pioth. In den Räumen der Kirchenstiftung St. Elisabeth hat die KFB ihren Sitz. Es brauche Vorgesetze, die einem zur Seite stehen, bedankte sich Dausend-Thomas bei Dr. Kiefer. Und es brauche zahlreiche Kooperationspartner, mit denen sich viele Ideen gemeinsam umsetzen lassen. Mit dem Landkreis Südwestpfalz hat die Katholische Familienbildungsstätte sehr viele, sehr erfolgreiche Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht, erinnerte Dausend-Thomas unter anderem an das erfolgreiche Projekt „Baby-Bahnhof“, das regelmäßig jungen Familien beim Start ins Leben mit einem Baby zur Seite steht.

Ganz eng ist die Kooperation mit dem Caritas-Zentrum in Pirmasens. Dessen Leiterin Annette Martin und ihr sei das Projekt „Mamma Mia“, das sich fast ausschließlich aus Spenden finanziere, immer eine ganz besondere Herzensangelegenheit gewesen, bekannte Dausend-Thomas. Es brauche familiäre Unterstützung, Notfallhelfer, engagierte Ehrenamtliche, Freunde, machte Dausend-Thomas beim Füllen der Schatzkiste deutlich, was für die Leitung der KFB notwendig und vorhanden ist.

Zum Abschied gab es von den Mitarbeitern ein Lied für die scheidende Leiterin. Die Zeit sei reif, um nach vorne zu sehen, gaben sie ihr singend mit auf den Weg und begrüßten singend den „neuen gut kehrenden Besen“, Brigitte Facco.

Ob der neue Besen gut kehre, werde sich zeigen, sagte Facco lachend. Die neue Leiterin lebt mit ihrer Familie im südwestpfälzischen Battweiler. Sie war in der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) aktiv, absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin in Landstuhl. In Landstuhl und Kusel arbeitete sie im Kindergarten, übernahm nach ihrer Elternzeit vertretungsweise die Leitung des Kindergartens Battweiler. Schließlich war sie zwölf Jahre lang als Leiterin des kommunalen Kindergartens in Petersberg tätig. Berufsbegleitend studierte sie Bildungs- und Sozialmanagement und wechselte als Pädagogische Fachberaterin für das Kindertageswesen und die Kindertagespflege zur Stadt Zweibrücken. Zehn Jahre war sie dort tätig, bevor sie nun die Leitung der KFB übernahm.

Text/Foto: Andrea Daum

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