Dienstag, 19. März 2019

“Die Erwartungen an uns sind hoch“

Richtfest am neuen Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus 

Richtfest am neuen Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus in Landstuhl – „Ein Altenzentrum gehört in die Mitte der Gesellschaft“

Landstuhl. Seit der Grundsteinlegung vor sechs Monaten haben die Bauarbeiten am Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus in Landstuhl große Fortschritte gemacht. Der Rohbau ist so weit gediehen, dass am 15. März Richtfest gefeiert werden konnte.

Das Wetter zeigte dem erfreulichen Anlass leider die kalte Schulter. Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet, und der Wind trieb sein Spiel mit dem Richtkranz. Doch von der widrigen Witterung hatten sich die Gäste nicht abhalten lassen und waren zahlreich erschienen.

„Es ist ein Meilenstein. Wir sind der Vollendung des Baus wieder einen Schritt näher gekommen“, sagte Timo Kittler, der verantwortlich für die Alten-,  Behinderten- und Jugendhilfe-Einrichtungen der Caritas-Betriebsträgergesellschaft Speyer ist. „Das neue Caritas-Altenzentrum wird viele Angebote bereithalten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen der künftigen Bewohner und Bewohnerinnen gerecht zu werden. Wir hoffen, damit großen Anklang zu finden.“

Kittler zeigte sich erfreut über den planmäßigen Verlauf der Arbeiten. Im ersten Quartal des kommenden Jahres solle das Haus fertig gestellt sein. Dann warten 84 Einzelzimmer – aufgeteilt in sieben Wohngruppen für jeweils 12 Personen – darauf, bezogen zu werden. Große Gemeinschaftsräume sollen zur Teilhabe und aktiven Mitgestaltung des Lebens beitragen.  „Wir laden auch zu Gottesdiensten in unsere Kapelle ein, außerdem steht das Haus allen Interessierten für eine individuelle Beratung über die Angebote der Caritas offen.“ Es bleibe spannend. „Die Erwartungen an uns sind groß, wir tun alles, sie zu erfüllen“, sagte Kittler. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden für ihre Arbeit und schloss mit dem Spruch. „Stein und Mörtel bauen ein Haus. Geist und Liebe schmücken es aus.“

Der verantwortliche Landstuhler Architekt Florian Feth betonte, dass die Grundlage für ein erfolgreiches Gelingen eines guten Bauwerks das gegenseitige Vertrauen zwischen Bauherr und Architekt sowie zwischen allen am Bau beteiligten Planern, Unternehmern und Handwerkern sei. „Aber auch der Ort des Bauvorhabens trägt dazu bei. So gehört ein Altenzentrum in die Mitte einer guten Gesellschaft. Eine Gesellschaft ist aber nur so gut, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern einer Gemeinschaft umgeht.“ Es sei wichtig, dass Architektur stets auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, für die sie bestimmt ist, dazu Funktionsabläufe berücksichtigt und Schutz vor äußeren Einflüssen bietet. Für die älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen müsse Architektur ein erlebbarer Raum sein. „Vor drei Jahren haben wir angefangen, genau diese Architektur zu planen. Heute feiern wir Richtfest und sind stolz, schon so weit gekommen zu sein.“

Verbandsbürgermeister Dr. Peter Degenhardt freute sich, dass die Verbandsgemeinde 2020 nach der Fusion mit der Verbandsgemeinde Kaiserslautern Süd über vier Seniorenzentren verfüge und damit im Hinblick auf den demografischen Wandel über eine umfassende Versorgung. „Das Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus ist ein interessantes Angebot, ich zweifle nicht, dass es sich auf dem Markt durchsetzt“, sagte Degenhardt und verlieh schließlich noch dem Wunsch der Bevölkerung nach mehr Plätzen für betreutes Wohnen Ausdruck. „Vielleicht kann die Caritas  auch das auf dem Gelände realisieren.“

Nach den Worten von Stadtbürgermeister Ralf Hersina ist das Haus „eine wichtige Einrichtung für Landstuhl und ermöglicht älteren Menschen, im Umfeld ihrer Heimat zu bleiben“. Allen Beteiligten wünschte er einen planmäßigen, unfallfreien Fortgang der Bauarbeiten. Nach dem Richtfest-Ritual des Zimmermanns konnten die Gäste auf das Ereignis anstoßen und es sich bei einem zünftigen Imbiss gut gehen lassen.

Text/Foto: Friederike Jung