Montag, 25. März 2019

Fachtagung: „Von Konzepten und Kompetenzen“

 

130 Supervisoren bei Konferenz im Heinrich Pesch Haus – „Speyerer Rahmenprogramm“ mit Domführung und Weinprobe

Ludwigshafen. 130 Supervisorinnen und Supervisoren aus kirchlichen Arbeitsfeldern trafen sich vom 18. bis 21. März 2019 im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen zu einer Fachtagung „Von Konzepten und Kompetenzen“. Neben vielen Vorträgen und Workshops bereicherte auch das „Speyerer Rahmenprogramm“, bei dem weder eine Domführung noch eine Weinprobe fehlen durften, das Treffen.

Der Titel der Fachtagung lässt es schon ahnen: Die Supervisorinnen und Supervisoren, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kirche begleiten und unterstützen, arbeiten nach verschiedenen Konzepten und haben viele Kompetenzen. Dass die Fachtagung mit über 130 Teilnehmern dennoch glückte, wundert allerdings nicht. Denn bei aller Verschiedenheit durch Herkunft aus verschiedenen Studiengängen und Ausbildung durch unterschiedliche „Schulen“ fühlen sich die Supervisoren vor allem den Menschen verpflichtet, die sie begleiten. Im Mittelpunkt von Supervision steht immer die konkrete Person und ihre Rolle, die ihr aufgrund einer Arbeit in einer Organisation – in diesem Fall: Kirche – zukommt.

Erstmals fand die Fachtagung in der Diözese Speyer statt, in der neben 15 diözesanen Supervisorinnen und Supervisoren des Bistums weitere freiberufliche Fachleute die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen des kirchlichen Lebens begleiten: sei es in der Gemeindeseelsorge oder im caritativen Bereich, sei es im Umfeld von Kindertagesstätte und Schule oder einem speziellen Feld der Seelsorge wie Trauergruppen, Telefonseelsorge oder Engagement in einem Hospiz. Dem „heimischen“ Tagungsort fühlten sich gleich drei Speyerer Mitarbeiter besonders verpflichtet: in der Vorbereitungsgruppe aus Mitarbeitern der großen Fachverbände DGSv und DGfP und der Konferenz der Diözesanverantwortlichen „Supervision in der Kirche“ arbeiteten auch Gemeindereferent Markus Müller (Kandel), Diakon Paul Nowicki (Speyer) und Alois Moos (Abt. Personalförderung im Bischöflichen Ordinariat Speyer) mit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung bekamen in den vier Tagen von 15 Referentinnen und Referenten Impulse für eine Reflexion ihrer Grundannahmen und Haltungen. Sie tauschten sich über verschiedene Verfahren und Methoden aus, damit sie selbstsicher und flexibel verschiedene Konzepte anwenden können. Neben diesen Fachbeiträgen waren auch die von zwei Speyerer Priester beigesteuerten Programmteile für die Tagungsteilnehmer inspirierend und anregend: Domkapitular Josef D. Szuba führte durch den Dom – von der Krypta bis zum Kaisersaal und auf die Aussichtsplattform – was Teilnehmer kommentierten: „Wenn man aus der Tiefe kommt, wirkt der Überblick nochmals ganz anders.“ Die Weinprobe mit Regens Markus Magin, eingebettet in ein Pfälzer Büfett, das die Küche des Heinrich-Pesch-Hauses gekonnt angerichtet hatte, war für viele Teilnehmer, die zum Teil aus dem deutschsprachigen Ausland angereist kamen, eine ganz neue Erfahrung. Trotz später Stunde brachte auch die Anleitung zur Weinverkostung so manchen Erkenntnisgewinn, der nicht nur auf den Wein anzuwenden ist: Neben dem ersten Eindruck und richtigen Kosten ist auch der „Abgang“ wichtig – was bleibt denn?

In der Auswertungsrunde zum Abschluss der Fachtagung wurden nicht nur der Saumagen, die Weinprobe und die Domführung benannt, die man jetzt in bleibender Erinnerung hat und künftig mit Speyer verbindet, sondern auch viele neue Impulse, ein bereichernder Austausch und eine noch größere Sicherheit in der Begleitung der vielen Menschen, die in der Kirche arbeiten.

Text/Foto: Alois Moos