Montag, 16. November 2015

Vortrag: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“

 

Prof. Herbert Jochum referiert über 50 Jahre diplomatische Beziehungen Israel – Deutschland

Blieskastel. Unter dem Titel: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ - 50 Jahre diplomatische Beziehungen Israel – Deutschland lädt die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) am Mittwoch, den 18. November um 19.30 Uhr zu einem Vortrag ins Pfarrzentrum (Leonardisaal/Zugang Vorplatz/ Schloßkirche/ Schloßbergstraße) nach Blieskastel ein. Referent des Abends ist Prof. Herbert Jochum, Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes.

Nach dem Holocaust schien die fast 2000-jährige Geschichte des deutschen Judentums an ihr Ende gekommen zu sein. Es war nicht mehr vorstellbar, dass noch einmal Juden in Deutschland würden leben können. Die wenigen Überlebenden saßen auf gepackten Koffern und wurden von allen Juden der Welt geächtet. Die Pässe des neu gegründeten Staates Israel erlaubten Reisen in alle Länder - mit Ausnahme Deutschland.

Heute leben wieder 200 000 Juden in Deutschland, vor allem aus den ehemaligen GUS-Staaten. Deutschland ist der größte Handelspartner Israels und sein bester Freund in Europa. Israels Sicherheit ist Teil deutscher Staatsraison. Und Deutschland vertritt Israels Interessen in den Ländern, mit denen der jüdische Staat selbst keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Man müsste von einem Wunder sprechen, was in diesen 50 Jahren an vielfachen bilateralen Beziehungen in politischer, wirtschaftlicher, kultureller, wissenschaftlicher, sozialer und zwischenmenschlicher Hinsicht geschaffen werden konnte.

Text: KEB