Montag, 23. Mai 2016

Caritas-Sozialkaufhaus Warenkorb schließt Ende des Jahres

 

Caritas und ökumenisches Gemeinschaftswerk organisieren ihr Second-Hand-Angebot neu – Gebrauchtes gibt es bei der „Schatzkiste“ - Holzwerkstatt von St. Christophorus zieht in neue Räume

Kaiserslautern. Das Sozialkaufhaus Warenkorb St. Christophorus des Caritasverbandes für die Diözese Speyer wird neu organisiert. Der bisherige Standort in der Berliner Straße 12 wird zum Jahresende geschlossen. Den Verkauf der Second-Hand-Waren übernimmt das ökumenische Gemeinschaftswerk, dessen 50-prozentiger Gesellschafter der Caritasverband ist. Dies teilten gestern der Caritasverband und das ökumenische Gemeinschaftswerk mit.

Wie der Caritasverband sagt, ist die Nachfrage nach gespendeter Kleidung im Sozialkaufhaus seit der Eröffnung einer Billigtextilkette im neuen Kaiserslauterer Shopping-Center stark zurückgegangen. „Die Leute kaufen bei uns kein gebrauchtes T-Shirt mehr für einen Euro, wenn sie dort ein neues für den gleichen Preis bekommen“, erklärt der Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Speyer, Vinzenz du Bellier.

Auch gehöre der Ursprungsgedanke der Warenkorb-Kaufhäuser inzwischen in Kaiserslautern der Vergangenheit an. „Eigentlich war das erste Anliegen die Qualifizierung von langzeitarbeitslosen Menschen. Diese sollten durch so genannte AGHs, also Arbeitsgelegenheiten, vom Job-Center gefördert und an das Arbeitsleben herangeführt werden“, so der Caritas-Direktor. „Dies wurde mittlerweile beendet. Stattdessen haben wir mit dem Job-Center fünf befristete Arbeitsplätze zur Heranführung an den Arbeitsmarkt geschaffen.

Derzeit arbeiten im Warenkorb sechs Mitarbeiter auf je einer Vollzeitstelle, von denen vier Mitarbeiter befristet bis zum Jahresende zu 70 Prozent durch das Jobcenter Kaiserslautern gefördert werden. Dazu kommen ein Mitarbeiter, der zu 50 Prozent durch die Kreisverwaltung Südwestpfalz gefördert wird in einer so genannten § 16e-Maßnahme, eine Mitarbeiterin auf der Basis geringfügiger Beschäftigung, gefördert durch den bischöflichen Flüchtlingshilfefonds, und zwei Ehrenamtliche.

„Den derzeitigen unbefristeten Mitarbeitern des Sozialkaufhauses bieten wir Alternativen im Verband an“, betont du Bellier, „auch die Ehrenamtlichen können andere Einsatzbereiche übernehmen.“

„Die ,Schatzkiste’ des ökumenischen Gemeinschaftswerkes, die von der Neuen Arbeit Westpfalz betrieben wird, übernimmt auch Teile unseres Warenbestandes aus dem Warenkorb“, erläutert du Bellier. Der Second-Hand-Laden des Ökumenischen Gemeinschaftswerkes verkauft neben Textilien auch Hausrat und Möbel. Zur Holzwerkstatt, die derzeit ebenfalls in den Räumen des Warenkorbs betrieben wird, erklärt der Caritas-Direktor: „Wir erhalten die Holzwerkstatt, die unserem Förderzentrum St. Christophorus angegliedert ist. Für die Werkstatt selbst suchen wir derzeit passendere Räume. Bis zum Ende dieses Jahres werden wir die aber sicher haben“, ist du Bellier optimistisch.

Ab Anfang Oktober werden im Warenkorb in der Berliner Straße keine Möbel- und Haushaltwarenspenden mehr angenommen. Textilspenden können aber bis Jahresende abgegeben werden. Danach nimmt die Schatzkiste geeignete Spenden entgegen.

Text: Caritasverband für die Diözese Speyer