Dienstag, 24. Mai 2016

Christoph Keggenhoff als Vorsitzender wiedergewählt

Christoph Keggenhoff 

Referatsleiter Orgelbau und stellvertretender Domorganist leitet Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands - Tagung in Aurich

Aurich/Speyer. In der Woche nach Pfingsten fand die alljährliche Tagung der „Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands (VOD)“ statt, diesmal in Ostfriesland. Tagungsleiter war Christoph Keggenhoff in Zusammenarbeit mit seinem evangelischen Kollegen LKMD Winfried Dahlke, Weener/Leer. Unter dem Titel „Kopieren vs. Kapieren“ beschäftigten sich die Sachverständigen mit Generationen des norddeutschen Barockorgelbaus unter dem besonderen Aspekt ihrer Vorbildfunktion für die Neobarockorgel.

Um mit den zahlreichen Spielarten der orgelbewegten Instrumente bei Sanierungs- und Restaurierungsfragen angemessen und respektvoll umgehen zu können zeigte es sich als hilfreich, die „Herkunftsfrage“ zu beleuchten wie auch Wechselwirkungen – wie z.B. den Einfluss der Orgelbewegung auf die Restaurierung von Barockorgeln – zu diskutieren.

In diesem Jahr standen auch die Vorstandswahlen an. Gewählt wurden: Vorsitzender: Christoph Keggenhoff, stv. Domorganist und Referatsleiter Orgelbau im Bistum Speyer; Stv. Vorsitzender: Kirchenrat Dr. Martin Kares, Leiter des Orgel- und Glockenprüfungsamtes der Evangelischen Landeskirche Baden;  Holger Gehring, Kreuzorganist in Dresden und Orgelsachverständiger der Evangelischen Landeskirche Sachsen; Oberbaurat Nils Hücklekemkes, Orgelsachverständiger des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg; Prof. Dr. Michael G. Kaufmann, Erzbischöflicher Orgelinspektor im Erzbistum Freiburg und Orgelsachverständiger in der Evangelischen Landeskirche Baden; Thomas Wilhelm, Orgel- und Glockensachverständiger der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Christoph Zimmermann, Referent für Orgeln der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die VOD ist das Forum für das deutsche Orgelsachverständigenwesen, in der die Orgelsachberater der Diözesen und Landeskirchen, Freikirchen und staatlicher Behörden eingebunden sind. Sie ist damit ein fachliches Gegenüber zum „Bund deutscher Orgelbaumeister (BDO)“, dem Fachverband der deutschen Orgelbaufirmen. Zu den Aufgaben der Vereinigung zählen Angebote zur Aus- und  Fortbildung von Orgelsachverständigen, die Erstellung von Arbeitshilfen für Kirchenleitungen und Gemeinden, die Erforschung des Orgelbaus, die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit „pro organo“ und die jährliche Fachtagung in verschiedenen Regionen Deutschlands und darüber hinaus.

Text: VOD/Foto: Dommusik