Dienstag, 04. August 2026
Tag der Liturgischen Geräte 2026
Pflege von kirchlichen Gegenständen – ein Beratungsangebot des Bischöflichen Denkmalamts
Speyer. Wie lassen sich liturgische Geräte fachgerecht handhaben, pflegen und aufbewahren? Was ist bei historischen Gold- und Silberarbeiten zu beachten? Und wie können diese wertvollen Gegenstände genutzt und zugleich langfristig bewahrt werden?
Diesen Fragen widmet sich der Tag der Liturgischen Geräte 2026. Das Bischöfliche Denkmalamt lädt am Freitag, 2. Oktober 2026, nach Speyer zu einem Beratungstag ein, um sich dem Thema aus unterschiedlichen fachlichen und praktischen Perspektiven zu widmen. Im Mittelpunkt stehen die Vasa sacra, die „heiligen Gefäße“ der Liturgie, etwa Kelche, Patenen, Ziborien, Monstranzen sowie weiteres liturgisches Gerät aus Metall.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die mit diesen kirchlichen Ausstattungsgegenständen arbeiten, sie nutzen, pflegen oder für ihre Aufbewahrung verantwortlich sind – unabhängig davon, ob sie diese Aufgaben ehrenamtlich oder hauptamtlich wahrnehmen.
Liturgische Geräte werden häufig über viele Generationen hinweg verwendet. Sie erfüllen nicht nur eine liturgische Funktion, sondern sind zugleich wertvolle Zeugnisse der Kunst- und Kulturgeschichte. Im Rahmen der Veranstaltung geht es daher sowohl um den praktischen Umgang mit den Gegenständen als auch um ihre fachgerechte Pflege, Reinigung und Aufbewahrung.
Nach einer fachkundigen Einführung in die Bedeutung und den sachgerechten Umgang mit historischen Metallobjekten besteht Gelegenheit, konkrete Fragen mit Fachleuten zu besprechen. Dabei kommen unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven zusammen: von der konservatorischen Bewahrung und dem schonenden Erhalt historischer Substanz über Möglichkeiten und Grenzen fachgerechter Restaurierung bis hin zum praktischen Umgang mit den Objekten und ihrer Nutzung im Alltag.
Liturgische Geräte gehören in vielen Kirchen zum wertvollen historischen Bestand. Ihre kostbaren Materialien und ihre kunsthandwerkliche Gestaltung machen sie zu bedeutenden Zeugnissen der Kunst- und Kulturgeschichte. Zugleich stehen viele dieser Gegenstände in unmittelbarem Zusammenhang mit dem liturgischen Geschehen. Die regelmäßige Verwendung gehört zu ihrer ursprünglichen Bestimmung. Dabei können Wein, Wasser, Weihrauch, Wachs oder die Berührung mit den Händen im Laufe der Zeit Spuren hinterlassen. Eine behutsame und auf das jeweilige Material abgestimmte Pflege trägt dazu bei, die Objekte in einem würdigen Zustand zu erhalten und ihre historische Substanz zu schonen.
Gerade bei älteren Gold- und Silberarbeiten gibt es unterschiedliche Materialien, Oberflächen und historische Bearbeitungsspuren, die bei der Pflege berücksichtigt werden sollten. Was für ein modernes Metallobjekt geeignet ist, kann für ein historisches liturgisches Gerät ungeeignet sein. Eine fachkundige Einschätzung hilft dabei, die Besonderheiten eines Objekts besser zu verstehen und für die jeweilige Situation eine geeignete Vorgehensweise zu finden.
Die Informationsveranstaltung bietet daher Gelegenheit zur Information, zum Erfahrungsaustausch und zur persönlichen Beratung. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit den oft wertvollen Gegenständen zu vermitteln und dazu beizutragen, dass liturgisches Gerät auch künftig sorgfältig genutzt, gepflegt und bewahrt werden kann. Gerne können eigene Gegenstände mitgebracht werden, bei denen Fragen zur Pflege, Reinigung, Aufbewahrung oder zum Erhalt bestehen. Im persönlichen Gespräch können die Objekte gemeinsam betrachtet und individuelle Hinweise zum weiteren Umgang gegeben werden.
Veranstaltungsdetails:
Freitag, 2. Oktober 2026
10:00–13:00 Uhr
Bischöfliches Ordinariat
Domplatz 3, Speyer
Blauer Salon (1. OG)
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an denkmalamt@bistum-speyer.de wird bis zum 22. September 2026 gebeten.
