Dienstag, 28. Juli 2026

Ein offenes Ohr. Ein offenes Herz. Gegen Einsamkeit.

Die ehrenamtliche Altenheimseelsorgerin Karin Weickert (dritte von links) hat ihr neues Amt angetreten, bei dem sie den Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern pflegt, was (von links) Inge Friedmann und Hannelore Kern sowie Ingrid Gruschka (zweite von rechts) und Leiter Thomas Kraska (rechts) zu schätzen wissen © Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege, Ludwigshafen 

Ehrenamtliche Seelsorge im Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege – und warum jede Begegnung zählt

Ludwigshafen. Den Menschen im Altenheim begegnen und ihnen zuhören, sie begleiten, für sie da sein - dies gehört zum Engagement der ehrenamtlichen Altenheimseelsorger im Bistum Speyer. Eine von ihnen ist die Ludwigshafenerin Karin Weickert, die im Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege als ehrenamtliche Altenheimseelsorgerin im Auftrag ihrer Pfarrei seit diesem Jahr tätig ist.

Im vergangenen und in diesem Jahr haben das Bistum Speyer unter Leitung von Walburga Wintergerst und das Bistum Mainz unter Leitung von Erika Ochs in einem sechs Monate langen Kurs eine Qualifikation für ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Altenheimseelsorge ins Leben gerufen. Es gibt bereits über 60 ehrenamtliche Frauen und Männer, die eine Ausbildung absolviert haben, um in Altenheimen alte Menschen zu begleiten und deren Freude und Hoffnung, Trauer und Ängste zu teilen, spirituelle und gottesdienstliche Impulse zu setzen, die Krankenkommunion zu bringen und eine Brücke zwischen Pfarrei und Heim zu bauen, berichtet Walburga Wintergerst.  Die qualifizierten Ehrenamtlichen leisten ihren Dienst nicht nur in kirchlichen Altenheimen, sondern auch bei freien Trägern.  

„Weil wir Menschen im Alten- und Pflegeheim nicht alleinlassen wollen!“ – so heißt es in der Ausschreibung des Qualifizierungskurses „Seelsorge braucht Gesichter“, den die Seniorenseelsorge der Bistümer Speyer und Mainz bereits zum dritten Mal zusammen anbieten. Der Kurs richtet sich an Menschen, die im Auftrag der Pfarrei seelsorgliche Begleitung in Alten- und Pflegeheimen übernehmen möchten. Eine Kursteilnehmerin, die das Wohl der Bewohner im Auge hat, war Karin Weickert aus Ludwigshafen. Die 77-Jährige war bereits seit mehreren Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin im Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege, bevor sie die Ausbildung der ehrenamtlichen Altenheimseelsorgerin gemacht hat. Ihr Interesse galt bereits der Begegnung mit den Bewohnern.

„Mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihre Geschichte zu erfahren - insbesondere bei Menschen mit Demenz – und auf sie einzugehen und ihnen zu helfen - das ist unser Anliegen der Altenheimseelsorge“, berichtet Karin Weickert. „Der einfühlsame Kontakt besonders mit Menschen, die unter Demenz leiden, ist wichtig, um ihre Erinnerungen zurückzubringen und ihnen eine Orientierung zu geben sowie den Kontakt mit den Angehörigen halten“, betont auch Sozialdienst-Leiterin Katrin Klehr, „dafür braucht die ehrenamtliche Mitarbeiterin Rückhalt, den sie auch bekommt.“

Die Inhalte des Kurses sind: Begleitung, Beratung und Reflexion für die ausgebildeten Ehrenamtlichen, Vernetzung und Weiterbildung bei den jährlichen Treffen der Ehrenamtlichen sowie eine neue Qualifikation für Ehrenamtliche in der Altenheimseelsorge. Ihre Aufgabe ist es, ein seelsorgliches Angebot im Alten- und Pflegeheim zu machen, alte Menschen zu besuchen und Andachten und Wort-Gottes-Feiern an Werktagen anzubieten. Auch den Sterbesegen können sie erteilen, dazu sind sie ebenfalls ausgebildet.

Der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Karin Weickert in der St. Josefspflege liegt der Mensch am Herzen: „Ich will mit den SeniorInnen ins Gespräch kommen, auch dort wo es schwierig ist. Dazu gehört auch, Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten.“ Unterstützung bekommen die ehrenamtlichen Altenheimseelsorger jeweils von Mentoren, die sie begleiten.

Kontaktadresse: Bistum Speyer, Seniorenseelsorge, senioren@bistum-speyer.de

Text: Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege, Ludwigshafen