Mittwoch, 04. März 2026

Ökumenischer Wahlaufruf: „Aufstehen für …“ eine Politik mit Werten, Respekt und Solidarität

Die leitenden Geistlichen der beteiligten Bistümer und Landeskirchen © A. Zegelman, Bistum Limburg 

Kirchen in Rheinland-Pfalz rufen zur Landtagswahl am 22. März auf

Speyer. „Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und entscheiden Sie mit über die Zukunft unseres Bundeslandes!“: Mit diesem Appell an die Bürgerinnen und Bürger rufen die evangelischen und katholischen Kirchen in Rheinland-Pfalz zur Teilnahme an der Landtagswahl am 22. März auf. Mit der Wahlbeteiligung sei Verantwortung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, eine lebendige Demokratie und einen sozialen Rechtsstaat verbunden, heißt es in dem ökumenischen Wahlaufruf.

Auf die vielfältigen Herausforderungen in Rheinland-Pfalz gebe es keine einfachen Antworten, schreiben die acht beteiligten leitenden Geistlichen. Das betreffe den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel, die Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich, soziale Sicherheit und Teilhabe sowie die Folgen des Klimawandels gleichermaßen. „Umso mehr braucht es Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren und sachlich argumentieren; die respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam nach Lösungen suchen; die einem solidarischen Miteinander und einer guten Zukunft für alle Menschen in unserem Bundesland dienen.“

Gemeinsame Kampagne „Aufstehen für …“

Die Kirchenleitungen verweisen auf die gemeinsame Kampagne „Aufstehen für …“ anlässlich der Kommunalwahl in Hessen und der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Die Kampagne setzt sich ein für Menschenwürde, Offenheit und Solidarität in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Die Wahlberechtigten werden aufgefordert zu prüfen, ob Parteiprogramme und öffentliche Äußerungen von Kandidierenden die Würde jedes Menschen achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern. Wer am Wahltag verhindert ist, kann auch noch bis zwei Tage vor der Wahl Briefwahl beantragen.

Fünf Bistümer und drei Landeskirchen beteiligt

An dem Aufruf beteiligen sich die Bistümer Trier, Limburg, Mainz und Speyer, das Erzbistum Köln, die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sowie die Evangelische Kirche der Pfalz.