Freitag, 31. Juli 2026
Gemeinsam entscheiden, gemeinsam wachsen: 700 Pfadfinder*innen beim Diözesanlager der DPSG Speyer

Till, Marie und Theresa moderieren das tägliche Abendprogramm für die knapp 700 Teilnehmenden des Zeltlagers (v.l.n.r.) © Patrick Biegaj
Königsdorf/Speyer. Zum ersten Mal seit 13 Jahren kommen beim Diözesanlager der Deutschen Pfadfinder*innenschaft St. Georg (DPSG) Speyer knapp 700 Pfadfinder*innen zusammen. Noch bis zum 2. August verbringen Kinder, Jugendliche und Ehrenamtliche insgesamt neun Tage in der Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf (Bayern) – unter dem Motto „Ubuntu! Ich bin, weil wir sind.“
Ein Zeltlager dieser Größe ist für den Diözesanverband etwas Besonderes. „Mit dem ersten Diözesanlager seit 2013 wollten wir das Gemeinschaftsgefühl zwischen den einzelnen Stämmen innerhalb der Diözese wieder mehr stärken und die Arbeit auf Diözesanebene erlebbar machen“, sagt Giuseppe Maio, Diözesanvorsitzender der DPSG Speyer. „Ubuntu – Ich bin, weil wir sind – beschreibt dabei genau das: Jede und jeder bringt sich ein und gemeinsam entsteht etwas Großes!“
Mitbestimmung ist dabei nicht nur ein einzelner Programmpunkt, sondern ein Grundprinzip der DPSG. Während den sogenannten Stufentagen auf dem Zeltlager beraten die verschiedenen Altersgruppen über ihre Ideen und Wünsche. Auf den anschließenden Stufengipfeln entscheiden sie auf demokratische Weise, was wie umgesetzt werden soll. So hat die Roverstufe (16- bis 20-Jährige) beispielsweise beschlossen, dass es in zwei Jahren eine internationale Roverfahrt geben soll.
Das Diözesanlager wird fast vollständig von Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt. Von der ersten Idee über die mehrjährige Planung bis zur Umsetzung investieren zahlreiche Freiwillige einen großen Teil ihrer Freizeit. „Mich motiviert dabei vor allem, gemeinsam mit anderen Ideen zu entwickeln, groß zu denken und Kindern und Jugendlichen dadurch ganz besondere Erlebnisse zu ermöglichen“, sagt Maike Grosser, Referentin der Roverstufe. Dass das gelingt, bestätigt auch Paul aus der Jungpfadfinderstufe: „Am tollsten ist es, so viele andere Pfadfinder kennenzulernen“, so der elfjährige Teilnehmer.
Das Motto „Ubuntu“ endet jedoch nicht an den Grenzen der Diözese Speyer. Seit vielen Jahren verbindet den Diözesanverband eine Partnerschaft mit Pfadfinder*innen der Asociación de Scouts de Bolivia aus dem Distrikt Tarija. Im Rahmen einer internationalen Begegnungsreise nehmen auch bolivianische Pfadfinder*innen am Diözesanlager teil. „Diese Erfahrung erweitert unseren Horizont“, sagt Liz, die durch den Austausch zum ersten Mal nach Deutschland gereist ist. „Wir entwickeln uns dabei persönlich und als Leiterinnen und Leiter weiter und nehmen viele neue Ideen für unsere Arbeit mit nach Bolivien.“ Neben bolivianischen Teilnehmenden ist auch eine Gruppe irischer Pfadfinder*innen aus Dublin mit dabei, daher steht der heutige Tag ganz im Fokus der internationalen Begegnung. Ein gemeinsamer Lagergottesdienst, ein buntes Workshopangebot sowie ein abwechslungsreiches Abendprogramm mit einem Open-Stage-Abend und Abschlussband am Samstag runden das Programm ab.