Montag, 29. Juni 2026
Interreligiöses Bündnis Saarland gegründet
Religionsgemeinschaften im Saarland setzen Zusammenarbeit fort
Mit ihrer Erklärung zur Präambel zur Verfassung des Saarlandes hatten die Bistümer Trier und Speyer, die Evangelischen Kirchen im Rheinland und der Pfalz, die Synagogengemeinde Saar, der Landesverband der Islamischen Kulturzentren Saarland e.V.(VIKZ) sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) erstmals gemeinsam zu einer verfassungsrechtlichen Fragestellung im Saarland Stellung genommen. Die dabei entstandene vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit soll nun im „Interreligiösen Bündnis Saarland“ fortgeführt werden.
Das Bündnis versteht sich als Zusammenschluss der offiziellen Vertretungen der Religionsgemeinschaften auf Landesebene. Es dient dem regelmäßigen Austausch über gesellschaftliche Entwicklungen, religionspolitische Fragestellungen und gemeinsame Anliegen. Das Bistum Speyer reicht mit der Saarpfalz bis in das Saarland.
Ergänzung der regionalen Dialoge
Die Beteiligten betonen, dass es bereits zahlreiche und wertvolle Formen des interreligiösen Dialogs auf kommunaler und regionaler Ebene gibt. Das Interreligiöse Bündnis Saarland soll diese nicht ersetzen, sondern den Austausch der Religionsgemeinschaften auf Landesebene ergänzen und dort gemeinsame Impulse ermöglichen, wo landespolitische oder gesellschaftliche Fragestellungen dies nahelegen.
Wichtiges Zeichen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt
Das Bündnis wird sich regelmäßig, mindestens jedoch einmal jährlich, treffen. Seine Themen und Schwerpunkte sollen sich aus den gemeinsamen Anliegen und den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln.
Die Beteiligten sehen in der Fortführung ihres Austauschs ein wichtiges Zeichen für gegenseitigen Respekt, Verständigung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Saarland.
Text: Bistum Trier/Speyer, Foto: pexels
