Montag, 26. April 2021
“Alle Bewohner werden etwas davon haben“

Das Foto der Spendenübergabe zeigt von links: Winfried Hoffmann, Kerstin Bettin, Ilse Zimmer, Annemarie Ofenloch und Johann Weirich
Katholische Frauen übergeben Spende an St. Martin und St. Elisabeth Landstuhl
Landstuhl. Zum Start ins letzte Aprilwochenende wartete auf die Wohngruppen St. Martin und St. Elisabeth des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini in Landstuhl eine schöne Überraschung. Ilse Zimmer und Annemarie Ofenloch von den katholischen Frauen der Sickingenstadt überreichten beiden Einrichtungen jeweils 375 Euro.
„Wir machen zweimal im Jahr eine Aktion auf dem Wochenmarkt und lassen den Erlös einem guten Zweck zukommen, wie zum Beispiel der Palliativstation, dem Hospiz oder einer Förderschule“, erklärt Ilse Zimmer. „Dieses Jahr haben wir an Gründonnerstag selbstgemachte Marmelade, Honig und Osterbasteleien verkauft und dabei 750 Euro eingenommen. Die möchten wie jetzt den beiden Förderzentren zukommen lassen.“ Und zwar in voller Höhe, denn alle beteiligten Frauen, die fleißig gebastelt und Marmelade gekocht haben, verzichten auf eine Erstattung ihrer Auslagen.
Die Leiterin von St. Elisabeth, Kerstin Bettin, und Johann Weirich, Gruppenleiter von St. Martin, freuten sich sehr über die großzügige Geste. Auch die beiden Spenderinnen gingen nicht leer aus. Alois Buck und Werner Munderjohn überreichten ihnen stellvertretend für alle Bewohner der zwei Einrichtungen jeweils eine bunte Vase aus eigener Herstellung zusammen mit einer Dankeskarte und etwas Süßem.
„Vielleicht gehen Sie von dem Geld mit den Bewohnern mal ein Eis essen oder machen einen Ausflug, sobald das wieder möglich ist“, regte Annemarie Ofenloch an. „Das machen wir sowieso“, meinte Winfried Hoffmann, Gesamtleiter der Caritas-Förderzentren Paul Josef Nardini, Zweibrücken und St. Martin. „Aber keine Sorge, Ihre Spende fließt nicht in den großen Topf, wir lassen es den Menschen in den beiden Häusern zukommen.“
Für das Förderzentrum St. Martin sei zusätzlich eine rollstuhlgerechte Küche eingerichtet worden, mit der St. Elisabeth bereits ausgestattet ist. Mit dem Ziel, den Bewohnern zu mehr Selbständigkeit zu verhelfen. „In der Küche lassen sich zum Beispiel die Oberschänke elektronisch herunterlassen, sodass Bewohner, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, an das Geschirr herankommen und selbst Kaffee kochen, einen Kuchen backen oder sich etwas anderes zubereiten können.“ Allerdings fehle es noch an Ausstattung, wie Mixer, Küchenmaschine oder Geschirr. „Dafür möchten wir einen Teil des Geldes verwenden, der andere Teil könnte in die Anschaffung von Gartengeräten oder eines Gartenhauses fließen. Denn wir möchten die Menschen in die Pflege und Gestaltung der Außenanlage einbinden“, so Hoffmann.
Auch Kerstin Bettin hat schon Pläne, was mit dem Anteil für St. Elisabeth geschehen soll. „Da die Einschränkungen durch Corona auch unsere Bewohner massiv betreffen, hat sich eine Mitarbeiterin etwas Besonders überlegt und eine Sport- und Fitness-AG gegründet.“ Für die Bewohner halte sie regelmäßig Angebote bereit, bei gutem Wetter auch im Freien, etwa mit Außenkegeln und Federball. „Wir haben schon viel angeschafft, möchten aber das Repertoire noch erweitern und dafür das Geld nutzen.“
„Das sind ebenfalls bleibende Dinge, von denen alle Bewohner etwas haben“, sagte Winfried Hoffmann. Auch Ilse Zimmer und Annemarie Ofenloch freuen sich über die sinnvolle Investition ihrer Spende.
Text/Foto: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer