Dienstag, 15. Juni 2021

„Grundidee ist einfach toll“

Melanie Walter aus Duttweiler engagiert sich für den Weltgebetstag. 

Melanie Walter aus Duttweiler engagiert sich für den Weltgebetstag - Nachfeier im Sommer

Speyer/Duttweiler. Der Weltgebetstag verbindet jedes Jahr über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg Menschen in über hundert Ländern. Die Basisbewegung christlicher Frauen lebt von dem Engagement vor Ort, auch im Bistum Speyer. In diesem Jahr konnten zwar coronabedingt zum traditionellen Termin Anfang März kaum Gottesdienste stattfinden, aber mit kreativen Ideen haben in vielen Gemeinden Frauengruppen trotzdem den Tag online verbunden gefeiert und erfolgreich Spenden für Frauenprojekte gesammelt.

„Es ist beeindruckend, wie sich die Frauengruppen vor Ort trotz Pandemie ideenreich engagiert haben. Ich bin dankbar dafür, dass es gelungen ist, eine beträchtliche Spendensumme für Frauen- und Mädchenprojekten weltweit zu erzielen und so ein Zeichen der Solidarität zu setzen“, sagt Monika Kreiner, Referentin für Frauenseelsorge im Bistum Speyer. „Der Weltgebetstag schärft den Blick für weltweite Herausforderungen wie Armut, Gewalt gegen Frauen und Klimawandel.“

In Duttweiler wird Weltgebetstag im Juli nachgefeiert
Einige Gruppen planen, den Gottesdienst zum Weltgebetstag im Sommer nachzufeiern, so zum Beispiel in der Gemeinde St. Michael in Duttweiler, die zu der Pfarrei Hl. Geist, Neustadt-Geinsheim gehört. Hier engagiert sich seit über 20 Jahren Melanie Walter für den Weltgebetstag. Die 47-Jährige ist auch Vorsitzende des Gemeindeausschusses und war schon in ihrer Jugend in der Pfarrei engagiert.

„Am Anfang ging es einfach nur darum, wer diese Aufgabe übernimmt, aber ich habe schnell gemerkt, dass die Grundidee des Weltgebetstages einfach toll ist. Mich beeindruckt und stärkt diese weltweite Verbundenheit, wenn innerhalb von 24 Stunden rund um die Welt Menschen beten und die frohe Botschaft des Evangeliums verkünden“, erklärt sie ihre Motivation.

Regelmäßig nimmt sie an den Vorbereitungsseminaren für die Veranstaltung teil, die von der Frauenseelsorge des Bistums und der Weltgebetstagsstelle der Evangelischen Kirche der Pfalz angeboten werden. „Man erfährt immer viel über das jeweilige Land, aus dem die Gebetsvorlagen stammen, von den politischen Verhältnissen dort, über die Geschichte der Länder und die Situation der Frauen dort – das ist sehr bereichernd.“ In diesem Jahr standen unter dem Motto „Worauf bauen wir?“ die Inselbewohnerinnen aus Vanuatu im Fokus des Weltgebetstages. Der Inselstaat im pazifischen Ozean ist besonders von der Klimakrise betroffen.

Wichtig ist Melanie Walter die ökumenische Zusammenarbeit mit „ihrer Kollegin“ Petra Saupp von der evangelischen Kirchengemeinde. Die Feiern zum Weltgebetstag in Duttweiler werden immer abwechselnd in der evangelischen oder katholischen Kirche gefeiert.
Melanie Walter ist froh darüber, dass sich in ihrer Gemeinde auch jüngere Frauen unter 20 Jahren für den Weltgebetstag engagieren und die Bewegung so eine Zukunft hat. „In meiner eigene Familie sind jetzt drei Generationen beteiligt: meine über 80-jährige Mutter, ich selbst und meine 18-Jährige Tochter“, erzählt sie. Sie hofft sehr darauf, dass die Feier des Weltgebetstages im nächsten Jahr wieder am ersten Freitag im März in Präsenz stattfinden kann.

Das Motto steht schon fest – es lautet „Zukunftsplan: Hoffnung“. Die Gottesdienstordnung habe Frauen aus England, Wales und Nordirland verfasst.

Der diesjährige Gottesdienst zum Weltgebetstag in Duttweiler findet am Freitag, 2. Juli, 19 Uhr in der katholischen Kirche statt.

Hintergrund:
Der Weltgebetstag wird traditionell am ersten Freitag im März über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg gefeiert. Nach eigenen Angaben hat sich der Weltgebetstag in den letzten 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen entwickelt und wird in über 150 Ländern begangen. Er wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet.

Weitere Informationen:www.weltgebetstag.de

Foto: privat