Freitag, 17. April 2020

Pfarrer Asomugha übernimmt neue Aufgabe

Pfarrer Dr. Patrick Asomugha 

Generalvikar Sturm: „Sorge für Schutz und Gesundheit macht diesen Schritt unumgänglich“ - BDKJ Speyer bekundet Solidarität mit Pfarrer Asomugha- kfd fordert Präventions- und Aktionskonzept gegen Rassismus

Pfarrer Dr. Patrick Asomugha, derzeit Administrator der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Queidersbach, verlässt zum 20. April die Pfarrei in Queidersbach. Das haben Pfarrer Asomugha und das Bistum Speyer gemeinsam beschlossen.

„Die Sorge für den Schutz und die Gesundheit von Pfarrer Asomugha macht diesen Schritt unumgänglich“, erklärt Generalvikar Andreas Sturm. Es fing mit zwei Einbrüche in das Pfarrhaus mit erheblicher Sachbeschädigung an. Seit Mitte des vergangenen Jahres gab es in der Gemeinde Queidersbach Anfeindungen gegen Pfarrer Asomugha. Im Herbst wurden die Reifen seines Autos zerstochen. Im März dieses Jahres haben Unbekannte auf dem Garagentor von Pfarrer Asomugha eine Morddrohung hinterlassen. Zwei Tage später haben Unbekannte zwei Glasflachen mit wahrscheinlich alkoholischem Inhalt vor der Hauseingangstür des Pfarrhauses, in dem Pfarrer Asomugha im Obergeschoss wohnt, zertrümmert. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. „Es wäre unverantwortlich, Pfarrer Asomugha weiterhin der Bedrohung auszusetzen“, so Andreas Sturm.

„Ich kann unter diesen Umständen meinen Aufgaben als Pfarrer in Queidersbach nicht mehr nachkommen“, erklärt Pfarrer Asomugha mit Bedauern. Er hatte in den letzten Monaten immer wieder zur Versöhnung aufgerufen. Doch inzwischen ist für ihn klar: „Die Angriffe gegen meine Person machen es nahezu unmöglich, in Queidersbach ein normales Gemeindeleben zu führen.“

Pfarrer Asomugha hat die Pfarrei Heiliger Franz von Assisi seit August 2017 geleitet. Im Lauf des Sommers übernimmt er eine neue Aufgabe im  Bistum Speyer.

Stellungnahme des BDKJ Speyer

Stellungnahme des kfd-Diözesanverbandes

Stellungnahme des KAB-Diözesanverbandes

Stellungnahme des Kolpingwerk-Diözesanverbandes