Mittwoch, 14. Oktober 2020

Kleinode der Orgelbaukunst in der Region Rhein-Neckar

Orgel in Eppstein 

Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz bietet Orgelkundefahrt an

Saarpfalzkreis. Zu einer Studienfahrt zu Kleinoden der Orgelbaukunst in der Region Rhein-Neckar lädt die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz am Samstag, den 24. Oktober ein. Unter der Leitung des Organisten und Orgelfachmanns Christian Brembeck geht zu Fahrt zu bedeutenden historischen und neuen Orgeln in Ludwigshafen, Mannheim, Eppstein und Mühlheim an der Eis.

Die monumentale Kirche Herz Jesu in Ludwigshafen, erbaut nach Plänen des bedeutenden Baumeisters Albert Boßlet (Würzburg), beherbergt eine wunderbare und in ihrem Prospektaufbau außergewöhnliche Orgel der Fa. Klais aus dem Jahr 1932, an der Christian Brembeck vor einigen Jahren eine vielbeachtete Einspielung mit Werken Max Regers vorgenommen hat. Auf der andern Rheinseite sind im “Mannheimer Dom”, der evangelischen Christuskirche, gleich zwei großartige Orgeln zu bestaunen: das „Mannheimer Wunderwerk“, die von der Weltfirma Steinmeyer erbaute Orgel aus dem Jahr 1911, die größte Denkmalorgel Baden-Württembergs und eine der wenigen erhaltenen Konzertorgeln der Spätromantik. Seit 1988 ist die von der ebenfalls bedeutenden Firma  Marcussen erbaute Orgel mit ihrer am norddeutschen Barock orientierten Klanglichkeit zu erleben.

Im Mannheimer Vorort Seckenheim steht in der Kirche St. Aegidius das jüngste Instrument des Programms: die 2017 errichtete Orgel der Firma Seifert (die auch die Speyerer Domorgeln erbaut hat), die klanglich vom süddeutschen, französisch inspirierten Stil gepägt ist. In St. Cyriakus in Eppstein fand 1997 eine wertvolle historische Orgel eine neue (alte) Heimat: die Orgel des bedeutenden Meisters Johann Ignatz Seuffert aus den 1770er Jahren.

Auf der Rückfahrt ist Zeit für einen Abstecher in die Schloßkirche in Mühlheim an der Eis. Bemerkenswert in der Kirche, die zwischen 1318 & 1343 als „Schlosskirche“ der Grafen Leiningen-Heidesheim erbaut wurde, sind Wandmalereien aus der Zeit um 1350 im Chor. Von überregionaler Bedeutung ist die von Johann Michael Stumm, dem Begründer der bedeutenden Orgelbauerdynastie Stumm aus Rhaunen/Sulzbach 1738 erbaute prächtige Orgel. Das Werk wurde 1991 durch die Fa. Klais aufwändig restauriert.  

In bewährter Weise wird Christian Brembeck die Instrumente in ihrer Klanggestalt improvisatorisch vorstellen und sie anschließend mit einem konzertanten Musikprogramm in ihrer Schönheit und Klangpracht erleben lassen. Die Teilnehmenden erhalten schriftliche Infos zu den Kirchen und den Orgeln.  

Die Kosten betragen 98,- Euro und beinhalten die Busfahrt, alle Eintritte und Führungen sowie umfangreiche schriftliche Unterlagen. Aufgrund der Situation bieten wir die Möglichkeit einer individuellen Anreise und Fahrt; die Teilnahmegebühr hierfür beträgt 76,- Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 68,- (mit Busfahrt) und 46,- (ohne Busfahrt). Zustiegsmöglichkeiten sind in Saarbrücken, St. Ingbert und Homburg.

Eine Anmeldung ist erforderlich bei der KEB, Karl-August-Woll-Str. 33. 66386 St. Ingbert, Telefon: (0 68 94) 9 63 05 16, E-Mail: kebsaarpfalz@aol.com

Text: KEB Saarpfalz/Foto: Gertrud Fickinger