Freitag, 27. November 2020

Neue christliche Kita für 100 Kinder in Kaiserslautern

 

Pfarrei setzt auf Arbeit mit Kindern als Schwerpunkt – Neue Kindertagestätte entsteht am Standort der jetzigen Kirche

Die Pfarrei Maria Schutz Kaiserslautern baut in der Gemeinde St. Norbert eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen für bis zu 100 Kinder. Schon im Jahr 2021 wird mit dem Bau begonnen. Der katholischen Gemeinde St. Norbert ist das Betreiben einer Kita sehr wichtig. Das wurde beim Erstellen des Pastoralen Konzeptes ganz deutlich. Dafür verzichtet die Gemeinde auf alle anderen Immobilien. Ursprünglich war im Pastoralen Konzept eine Einrichtung mit zwei Gruppen geplant. Bei den sehr konstruktiven Gesprächen mit der Stadt Kaiserslautern einigte sich die Kirchengemeinde Maria Schutz und die Stadt auf eine viergruppige Einrichtung an Stelle der bisherigen - jeweils zwei zweigruppigen - Einrichtungen St. Anton und St. Norbert.

Das gute Miteinander von Gemeinde und Kita wird auf diese Weise weiterentwickelt – und die Kita selbst kann noch deutlicher als Ort von Kirche und Gemeinde erfahrbar werden. Im Erdgeschoss des neuen Kita-Gebäudes entsteht ein Raum, der auch für die generelle Gemeindearbeit genutzt werden kann. Dieser Raum ist 40 Quadratmeter groß, hat einen eigenen Eingang, eine eigene kleine Küchenzeile und einen WC-Bereich. Gemeinsam mit der Mensa kann dieser Raum bei Bedarf auf 100 Quadratmeter erweitert werden. Es können dort Gottesdienste gefeiert werden und er steht auch sonst den kirchlichen Gruppen zur Verfügung.

Die jetzigen Gebäude der Gemeinde (Kirche, Pfarrhaus, Kita mit Pfarrheim) werden nach und nach zurückgebaut. Die neue Kita, die als zweigeschossiger Winkelbau konzipiert ist, entsteht am Standort der jetzigen Kirche St. Norbert. Erinnerungsstücke an die Kirche „ziehen mit um“. Teile der farbigen Kirchenfenster, Gong, Franzosenglocke, Taufstein und das große Holzkreuz finden einen neuen Bestimmungsort. Während der Bauzeit und darüber hinaus werden die Gottesdienste der Gemeinde in der protestantischen Christuskirche gefeiert, die in der unmittelbaren Nachbarschaft steht. Auch Versammlungen können im dortigen Pfarrheim stattfinden.

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bewertet den Zustand der Kitas der Pfarrei in seiner Rückmeldung zur Visitation 2019 mit folgenden Worten: „Ich danke für die kreative Vorstellung der einzelnen Kindertagesstätten, die mir einen guten Überblick über die unterschiedlichen Kontexte und Problemstellungen gegeben hat. Deutlich habe ich den Handlungsbedarf, der auf den Verantwortlichen vor Ort lastet, wahrgenommen. Ich stimme mit Ihnen überein, dass hier eine Gesamtlösung angestrebt werden muss, die in guter Vernetzung zum Prozess der Entwicklung des Pastoralen Konzeptes entstehen wird. Besonders erwähnen möchte ich, dass die Erstellung des Pastoralen Konzeptes ausdrücklich auf die Rolle und Ziele der Kindertagesstätten eingeht. Alles, was wir im Blick auf das Qualitätsmanagement unserer Kitas initiiert haben, wird für den weiteren Weg der Kindertagesstätten in Ihrer Pfarrei wichtig sein.“

Einen Schwerpunkt setzt die Pfarrei Maria Schutz in ihrem Pastoralen Konzept im Bereich der Kinderpastoral. Die Kirchengemeinde weiß sich damit ganz in der Spur Jesu Christi. Denn dieser hat bewusst Kinder in den Mittelpunkt seiner Botschaft vom Reich Gottes gestellt. Die Kinder haben einen unverrückbaren Platz in seinem Denken und Handeln.

Dazu soll auch die neue Kita beitragen, die sich in besonderer Weise an folgenden Zielen aus dem Pastoralen Konzept orientiert:

  • Räume schaffen, um Kinder in vielfältiger und ansprechender Weise für den Glauben an Jesus Christus zu begeistern, Vertrauen zu bilden und Werte zu vermitteln.
  • Kinder in ihrer Persönlichkeit wertschätzen und in ihrem Eigensein annehmen.
  • als Pfarrei ein Ort sein, an dem Kinder und Eltern die Nähe Jesu erleben und spüren.

Denn gerade Kitas sind Knotenpunkte, in denen sich gemeindliches Leben vollzieht, entfaltet und befruchtet wird.

Für viele Christinnen und Christen aus der Gemeinde St. Norbert geht mit dem Rückbau der Kirche ein Stück Geschichte verloren. Viele der heute meist älteren Gemeindemitglieder verbinden wichtige Familienereignisse und Erinnerungen mit dem Kirchengebäude von 1955. Dass sie diese emotionale Entscheidung für eine neue Perspektive der Gemeindeentwicklung trotzdem einstimmig im Gemeindeausschuss beschlossen haben, verdient Anerkennung.

Im Gottesdienst am Samstag, den 5. Dezember 2020 um 18:15 Uhr wird die Öffentlichkeit über den Neubau informiert. Wegen der Corona-Regeln ist eine Anmeldung notwendig:

Pfarrbüro Maria Schutz
Tel.: 0631 34121 0
Fax: 0631-34121-16
e-mai: pfarramt.kl.maria-schutz@bistum-speyer.de

www.mariaschutz.de