Freitag, 01. Januar 2021

Resonanzraum für Visionsprozess

 

Einladung zur Mitarbeit an der Formulierung einer Vision für das Bistum Speyer – Zweite Phase des Visionsprozesses

Speyer. Rund 4350 Personen haben im vergangenen Jahr im Rahmen des Visionsprozesses SEGENSORTE an einer Vision für die Kirche im Bistum Speyer mitgearbeitet. Insgesamt sammelte die Lenkungsgruppe 262 Eingaben. Das erste Ergebnis eines daraus erarbeiteten Entwurfs für eine gemeinsame Vision ist jetzt online auf der Webseite des Prozesses https://segensorte.bistum-speyer.de nachzulesen.  

„Die Lenkungsgruppe hat die Eingaben ausgewertet, verbunden und strukturiert“, erklärt Felix Goldinger, Geschäftsführer des Prozesses. „Jetzt laden wir alle, die sich an der Formulierung der gemeinsamen Vision beteiligen wollen, dazu ein, auf diesen Entwurf zu reagieren.“ Bis zum 31. August 2021 sind dazu Rückmeldungen auf unterschiedlichen Wegen möglich. Auf der Homepage zum Visionsprozess wurde ein digitaler Resonanzraum eröffnet. Auch über Videokonferenzen für kleine Gruppen, den Segensort-Messenger oder Resonanzveranstaltungen von Gruppen, Pfarreien, Verbänden, Schulklassen und anderen Einrichtungen können Rückmeldungen eingebracht werden. Außerdem findet man auf der Homepage Impulse zu den unterschiedlichen Aspekten des Visionsentwurfes.

"Viele haben sich bereits beteiligt und dazu beigetragen, einen Entwurf für die gemeinsame Vision der Kirche im Bistum Speyer zu entwickeln. Ich bin beeindruckt von den Rückmeldungen und danke herzlich jeder und jedem Einzelnen für das Engagement. Nun geht es darum, unsere gemeinsame Vision zu schärfen. Auch in der Resonanzphase hoffe ich auf Ihre Unterstützung: Eine gemeinsame Vision lebt von gemeinsam getragenen Überzeugungen. Wir brauchen Ihre Kreativität und Ihre Ideen. Deshalb bitte ich Sie herzlich: Bringen Sie sich ein, formulieren Sie Ihre Rückmeldungen, lassen Sie unsere Vision von Kirche als Segensort wachsen", so Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

Der Entwurf, der bei der Video-Diözesanversammlung des Bistums Mitte November vorgestellt worden war, beschreibt die Vision im Bild eines gemeinsamen Hauses. Das Wertefundament des Hauses wird mit den vier Adjektiven „inspirierend, wertschätzend, verantwortungsvoll und solidarisch“ umschrieben. „Uns ist bewusst: Katholische Kirche war und ist längst nicht immer ein SEGENSORT. Wir möchten alles dafür tun, das zu ändern. Das ist Ziel unseres gemeinsamen Prozesses. Es spiegelt sich auch im Wertefundament, das – ebenso wie das Bild des gemeinsamen Hauses – beschreibt, wie Kirche im besten Sinn sein soll“, erklärt Felix Goldinger.  

Sechs Aspekte – das Zuhause, die offene Tür, der Tisch, der Garten, die Werkstatt und der Raum der Stille – beschreiben das gemeinsame Haus näher. Der Entwurfstext bündelt die Eingaben der ersten Phase und beschreibt eine wünschenswerte, zukünftige Gestalt der Kirche im Bistum Speyer: „Wir wollen Segensort sein. Mit einem Segensort ist es wie mit einem gemeinsamen Haus: Wir gestalten ihn als offenen und gastfreundlichen Ort, an dem wir als Geschwister Freude und Hoffnung, Trauer und Angst teilen. Hier wird Gott in seiner Güte und Freundlichkeit erfahrbar. Von hier aus sendet Gott uns in die Welt.“

Hintergrund:
Der Visionsprozess SEGENSORTE im Bistum Speyer wurde offiziell im Rahmen des letzten diözesanen Katholikentages in Kaiserlautern im September 2019 gestartet. Pfarreien, Gemeinden, Verbände oder Einrichtungen sind eingeladen, sich mit dem Thema Vision auseinanderzusetzen, Segensorte zu entdecken und zu entwickeln.

Kontakt:
Visionsprozess SEGENSORTE
Felix Goldinger
Geschäftsführer des  Visionsprozesses SEGENSORTE
Webergasse 11, 67346 Speyer
Mail: segensorte@bistum-speyer.de | Tel. 06232.102-286