Freitag, 19. Februar 2021

Weltweite Solidarität von Frauen für Frauen

Das Bild zum Weltgebetstag 2021 

Weltgebetstag am 5. März unter dem Motto "Worauf bauen wir?" - kfd-Diözesanverband Speyer spendet 2.000 Euro an Weltgebetstags-Projekte

Speyer. "Worauf bauen wir?" – unter diesem Motto steht der Weltgebetstag der Frauen, der in diesem Jahr am 5. März über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg begangen wird. Auch im Bistum Speyer und in der Evangelischen Kirche der Pfalz wird der Gebetstag immer gefeiert.

„Der Weltgebetstag findet statt, trotz Pandemie“, betont Monika Kreiner.  „Auch wenn der Tag an vielen Orten anders gefeiert wird als gewohnt, die weltweite Solidarität von Frauen für Frauen bleibt bestehen.“ Die Referentin für Frauenseelsorge im Bistum Speyer ist mit ihrer protestantischen Kollegin Christine Gortner verantwortlich für den ökumenischen Gebetstag in der (Saar)Pfalz.  

Der Weltgebetstags-Gottesdienst kann zwar nach bisheriger Planung unter Berücksichtigung der üblichen Hygienemaßnahmen in den Gemeinden stattfinden, „wir verstehen aber auch, wenn Gruppen sich dafür entscheiden, online zu feiern“, sagt Kreiner. „Wir würden uns freuen, wenn viele Frauen sich gerade auch in diesem Jahr mit einer Spende an den so wichtigen Projekten der Weltgebetstagsbewegung beteiligen“, ergänzt Christine Gortner.

Es besteht zudem die Möglichkeit, am 5. März, um 19 Uhr einen Fernseh-Gottesdienst, den das Weltgebetstags-Team des Deutschen Komitees gestaltet, über Bibel-TV oder den YouTube-Kanal des Gebetstages mitzufeiern.

Gebete, Liede und Texte von Frauen aus Vanuatu
Die Gebete, Lieder und Texte zum Weltgebetstag haben in diesem Jahr Frauen aus dem Inselstaat Vanuatu verfasst. Wie das deutsche Weltgebetstagskomitee berichtet, sind die 83 Inseln im pazifischen Ozean besonders vom Klimawandel betroffen, obwohl das Land keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährdeten Fische und Korallen. „Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbel¬stürme werden stärker“, so der Bericht. Um der Umweltverschmutzung entgegen zu wirken, gelte seit zwei Jahren ein rigoroses Plastikverbot.

Mit ihrem Gottesdienst wollten Frauen aus Vanuatu andere dazu ermutigen, zu handeln und gegen den Klimawandel zu kämpfen. Obwohl Frauen in dem Inselstaat einen Großteil des Familieneinkommens erwirtschafteten, müssten sie sich den Entscheidungen der Männer unterordnen und würden oft Opfer von Gewalt.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit und auch in Vanuatu. „Dort lernen Frauen sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden“ heißt es in dem Bericht des Weltgebetstags-Komitees.

Hintergrund:
Der Weltgebetstag wird traditionell am ersten Freitag im März über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg gefeiert. Nach eigenen Angaben hat sich der Weltgebetstag in den letzten 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen entwickelt und wird in über 150 Ländern begangen. Er wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet.

Weitere Informationen: www.weltgebetstag.de

Text: lk/is/Bild zum Weltgebetstag: „Cyclon PAM II. 13th of March 2015“ © Juliette Pita


kfd-Diözesanverband Speyer spendet 2.000 Euro an Weltgebetstags-Projekte
Der Weltgebetstag der Frauen ist in jedem Jahr d a s Highlight der ökumenischen Zusammenarbeit der Frauen vor Ort. Es ist eine ganz besondere Möglichkeit, gemeinsam die Lebenswelt von Frauen aus anderen Ländern und Kulturen kennen zu lernen, und miteinander im Gebet verbunden zu sein. Als klar war, dass auch 2021 der Weltgebetstag am ersten Freitag im März nicht in gewohnter Form stattfinden kann, kam der stellvertretenden Diözesanleiterin der kfd-DV Speyer, Christa Kuhn, im Austausch mit ihrer evangelischen Kollegin, Pfarrerin Isabell Aulenbacher, die Idee, die WGT-Projekte in anderer Form zu unterstützen.

In vielen Gemeinden entfällt der WGT-Gottesdienst oder wird online stattfinden, so Kuhn, und somit entfällt auch die Möglichkeit, Spenden zu sammeln. Seit 1975 konnte der WGT insgesamt 6.000 Frauen- und Mädchenprojekte in rund 150 Ländern weltweit unterstützen – und das soll auch in diesem Jahr so sein, findet Christa Kuhn.

Deshalb hat sich der kfd-Diözesanverband entschieden, 2.000 Euro aus dem Spendenkonto „Frauen in Not“ für die WGT-Projektarbeit zu spenden, und ruft die kfd-Dekanate und Gemeinschaften vor Ort dazu auf, diese Idee zu unterstützen. Die erste Rückmeldung kam prompt aus dem kfd-Dekanat Pirmasens Ost, das ebenfalls mit einer Spende dabei ist.