Mittwoch, 24. Februar 2021

"Kolping fragt – Politiker*innen antworten"

 

Digitale Podiumsdiskussion des Kolpingwerks Rheinland-Pfalz

Kaiserslautern. Am 14. März 2021 wird ein neuer Landtag gewählt. Der Landesvorstand des Kolpingwerks Rheinland-Pfalz hat hierzu ein Positionspapier zu neun verschiedenen politischen Themenfeldern verabschiedet. Zusätzlich veranstaltete das Kolpingwerk Rheinland-Pfalz im Vorfeld zur Landtagswahl am 10. Februar 2021 um 18 Uhr eine digitale Podiumsdiskussion. Eingeladen waren die Parteien Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, SPD und alle interessierten Wähler*innen. Die Veranstaltung erfuhr eine große Resonanz, sodass sich über 50 Interessierte anmeldeten. Die eingeladenen Parteien waren durch Dr. Bernhard Braun (Bündnis 90/Die Grünen), Jessica Weller (CDU), Andy Becht (FDP) und Sven Teuber (SPD) vertreten. Das Positionspapier des Kolpingwerks Rheinland-Pfalz und die Rückmeldungen der teilnehmenden Parteien sind unter www.kolping-rlp.de zu finden.

Im Anschluss an die Begrüßung durch Landesvorsitzenden Diakon Andreas W. Stellmann, der mit einem Zitat von Adolph Kolping „Das Christentum ist nicht nur für die Betkammern, sondern für das ganze Leben“ die Podiumsdiskussion eröffnete, übergab er die Moderation an Matthias Donauer, Vorsitzender des Arbeitskreises Landespolitik und an Landesgeschäftsführer Christian Lee.  Die Moderation führte in der zweistündigen Diskussionsrunde durch die Themen: Familie, Erwachsenenbildung, Arbeitswelt, verkaufsoffene Sonntage, Nachhaltige Klimapolitik und Lieferkettengesetz.

Insbesondere das Thema Kinderarmut wird von allen Beteiligten sehr ernst genommen. Sven Teuber von der SPD: „Es wird eine stärkere gesellschaftliche Debatte gebraucht. Wir sind froh, dass das Armutsprogramm auf den Weg gebracht wurde (1,3 Mio. €), damit Kinder und Jugendliche gute Perspektiven haben. Viele Modelle im Aktionsplan haben wir erkannt, die auch übergreifend funktionieren. Der Anteil der betreuten Kinder im Land soll erhöht werden durch mehr Kita-Plätze, auch, dass damit Berufstätigkeit der Eltern möglich wird.“

„Optimismus und Chancengewährung stimulieren Menschen, um sich auf die Zukunft zu freuen. Hunger auf Bildung. Denn die Fachkräfte sind wichtig! Auch persönlich kann man neue Wege gehen.“, sagt Andy Becht (FDP) zu dem Thema der Erwachsenenbildung. Auch Dr. Braun von den Grünen sieht die Erwachsenenbildung als entscheidend: „Wir nennen in unserem Parteiprogramm explizit die Erwachsenenbildung und VHS. Viele Arbeitsplätze werden wir verlieren, viele werden neu geschaffen. Deshalb ist lebenslanges Lernen angesagt. Den Menschen muss dies ermöglicht werden. Es gibt auch viele Analphabeten unter den Erwachsenen, Zugewanderte und andere. Millionen in Deutschland, zigtausende in RLP.“

Am Ende dankte Matthias Donauer allen Beteiligten für die faire und auf Augenhöhe stattgefundene Diskussion und übergab das Wort für die Verabschiedung an den stellvertretenden Landesvorsitzenden Anton-Kurt Schmid und Landespräses Pfarrer Thomas Gerber.    

Dem Kolpingwerk in Rheinland-Pfalz als mitgliederstarkem katholischen Sozialverband mit berufs- und sozialpolitischer Zielsetzung gehören rund 20.500 Jugendliche, Frauen und Männer in den vier Diözesanverbänden Limburg, Mainz, Speyer und Trier an. Die Mitglieder des Kolpingwerks engagieren sich in der Jugend-, Senioren- und Erwachsenenbildung, in den Belangen der Arbeitswelt und in der Internationalen Partnerschaft.
Ihre Aufgabe als katholischer Sozialverband ist es, sich als engagierte Christen für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und soziales Bewusstsein und Handeln zu fördern.

Text: Kolping