Donnerstag, 08. April 2021

Wechsel in der Stabsstelle Ökumene und theologische Grundsatzfragen

Susanne Laun 

Diplom-Theologin Susanne Laun folgt auf Dr. Thomas Stubenrauch – Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest

Speyer. Zum 1. April hat die Diplom-Theologin Susanne Laun die Leitung der Stabsstelle Ökumene und theologische Grundsatzfragen in der Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariats übernommen. Sie folgt auf Dr. Thomas Stubenrauch, der im November als persönlicher Referent an die Seite von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann gewechselt ist.

Susanne Laun (58) studierte in Mainz und München katholische Theologie. Nach einer freiberuflichen Tätigkeit in der katholischen Erwachsenenbildung hatte sie von 2001 bis 2004 die Verantwortung für die Regionalstelle Speyer-Ludwigshafen der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit waren unter anderen die biblischen Einführungskurse in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Maria Rosenberg sowie die Mitwirkung an den Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Nationalsozialismus. Es folgten die Übernahme eines Projektes der Katholischen Erwachsenenbildung auf Landesebene und eine Unterrichtstätigkeit am Nikolaus von Weis-Gymnasium in Speyer. 2008 kehrte Susanne Laun in das Bischöfliche Ordinariat zurück, zunächst als Referentin für Frauenseelsorge und ab 2009 als Abteilungsleiterin der Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariates im Bistum Speyer für verschiedene Felder der kategorialen Seelsorge. In ihrer Verantwortung wurde das Referat Hospiz- und Trauerseelsorge geschaffen und das Thema Inklusion als Querschnittsaufgabe verankert. Zugleich wurden neue Ausbildungsgänge für ehrenamtliche Krankenhaus- und Notfallseelsorger/innen entwickelt sowie die Klinikseelsorge wie auch die Polizei- und Notfallseelsorge ökumenisch weiterentwickelt. Susanne Laun war Mitglied der Arbeitsgruppe zur Erstellung des 2015 veröffentlichten ökumenischen Leitfadens des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) und ist Delegierte des Bistums Speyer in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest.

Selbst seit 35 Jahren in einer konfessionsverbindenden Ehe lebend, gehört die Beschäftigung mit Fragen der evangelischen Theologie zu den Schwerpunktthemen von Susanne Laun. Ihr besonderes Interesse gilt der Theologie Dietrich Bonhoeffers und ihrer Bedeutung für die Ökumene von heute. „Ich kann mir Kirche Jesu Christi gar nicht anders vorstellen als in einer großen ökumenischen Weite und Vielfalt. Daher ist mir eine Ökumene, die sich nicht mit der Zerrissenheit der einen Kirche Jesu Christi abfindet und gleichzeitig nach immer neuen Wegen eines gemeinsamen glaubwürdigen Zeugnisses in der Welt sucht, ein großes Anliegen",  betont Susanne Laun. Darüber hinaus sei gerade in einer Theologie nach Auschwitz der Begriff der Ökumene noch erweitert auf den Umgang mit den jüdischen Geschwistern. „Daher freue ich mich, dass neben den ökumenischen Begegnungen in der Zusammenarbeit vor allem mit der Evangelischen Kirche der Pfalz, aber auch der Orthodoxie und den verschiedenen Freikirchen der Dialog mit dem Judentum zu meinem Aufgabenbereich gehört.“