Mittwoch, 16. Juni 2021

"Eine starke Stimme in Kirche, Gesellschaft und Politik"

Per Videokonferenz fand die Delegiertenvesammlung des KDFB statt. 

Delegiertenversammlung des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB)- Diözesanvorstand per Briefwahl gewählt

Neustadt. Die Delegierten des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), Diözesanverband Speyer, tagten mit starker Beteiligung Ende April per Videokonferenz. Per Briefwahl wurden anschließend fünf Frauen in die Vorstandsämter gewählt.

“Für mich war das heute ein wirklich bewegendes Erlebnis“, so die Vorsitzende im Diözesanverband Speyer, Monika Keggenhoff, am Ende der digitalen Delegiertenversammlung. Da lebenslanges Lernen im Frauenbund kein Fremdwort ist, machten sich einige der Teilnehmerinnen erstmals auf in den digitalen Raum. Zu Beginn lauschten sie dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, der den Geist des geschwisterlichen Miteinanders in den frühen Christengemeinden aufleben ließ. Die geistliche Beirätin, Ulrike Groß, hatte diesen kurzerhand an die Adresse der Delegierten aktualisiert.

Begeisterung fand die kurzweilige Powerpoint Präsentation, in der die Vorsitzende die Jahre 2019 und 2020 Revue passieren ließ. Dabei konnte sie davon überzeugen, dass der Frauenbund eine starke Stimme in Kirche, Gesellschaft und Politik ist. Der Einsatz für eine geschlechtergerechte Kirche und die Verantwortung für die Schöpfung waren zwei der herausragenden Themen, die auch von den Zweigvereinen in engagierter Weise mitgetragen wurden. Trotz Corona entwickelten die Frauen viele kreative Lösungen, um mit ihren Themen am Ball zu bleiben.

Sabine Slawik, Vizepräsidentin des KDFB, sagte in ihrem Grußwort, die Bewegung „Maria 2.0“ und der Synodale Weg haben Kirche an der Basis verändert und die Frauen motiviert, sich einzubringen. Dr. Thomas Kiefer, Vertreter des Bischöflichen Ordinariats ergänzte: „Der Katholische Deutsche Frauenbund ist und bleibt wertvoll, gerade auch in einer kirchlich schweren Zeit“.

Gespannt waren die Delegierten auf die anstehenden Neuwahlen und die Vorstellung der Kandidatinnen. Das ließ mit großer Zuversicht in die Zukunft blicken, angesichts der Kompetenzen und des Engagements, die diese im Frauenbund bereits einbringen oder nach der Wahl einbringen möchten.

Verabschiedet wurde die bisherige stellvertretende Diözesanvorsitzende, Regina Mendel, die nach mehrjähriger Vorstandsarbeit nicht mehr kandidierte. In einer humorvollen und zugleich berührenden Abschiedsrede charakterisierte sie Monika Keggenhoff als " ‚Herz auf zwei Beinen‘, das wir sehr vermissen werden“.

Diözesanvorstand mit bewährten und neuen Verbandsfrauen
Im Nachgang zur digitalen Delegiertenversammlung fand eine Briefwahl statt, bei der alle Wahlämter besetzt werden konnten. In den Diözesanvorstand wurden gewählt: Diözesanvorsitzende: Monika Keggenhoff, stellvertretende Diözesanvorsitzende: Daria Dick und Petra Niopek, Schatzmeisterin: Elisabeth Reis, Schriftführerin: Hildegard Kraus.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband. Im Bistum Speyer wurde der Diözesanverband 1907 gegründet. Derzeit engagieren sich rund 1.200 Frauen in 16 Zweigvereinen und Einzelmitglieder in der Pfalz und der Saarpfalz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche.

Weitere Informationen: www.frauenbund-speyer.de

Text/Foto: KDFB