Donnerstag, 29. Juli 2021

475. Gedenk- und Todestag des Heiligen Petrus Faber

Peter Faber - Portraitbüste von Karlheinz Oswald in der Kirchenruine St. Christoph in Mainz. 

In Speyer wirkte er als Seelsorger und Exerzitienleiter

Dieses Jahr gedenkt die katholische Kirche zum 475. Mal dem Heiligen Petrus Faber, der als erster Jesuit in Deutschland wirkte. Gemeinsam mit Ignatius von Loyola und Franz Xaver zählt er zu den Gründungsvätern des Jesuitenordens. 1540 nahm er teil an Gesandtschaften des Geschäftsträgers von Kaiser Karl V. nach Spanien und Deutschland, wo er 1540 und 1541 an den Religionsgesprächen mit den Protestanten im Bischofshof in Worms und im damaligen Herzogshof in Regensburg teilnahm.

In Speyer wirkte er als Seelsorger und Exerzitienleiter in den Jahren 1541 und 1542 und fing hier eines seiner einflussreichsten Werke die „Memoriale“ an. Dabei handelt es sich um Fabers geistliches Tagebuch, welches seine Eindrücke und Arbeit als Seelsorger festhält. Sein Wirken hatte offenbar großen Einfluss auf die Menschen in Speyer und der Umgebung. In einem Bericht der Pfarrer an den Bischof heißt es, dass im Jahr 1542 mehr Menschen ihre kirchlichen Pflichten erfüllten, als in den Jahren zuvor.

Während der turbulenten Jahre der Reformation, suchte Faber als Seelsorger und Exerzitienleiter mit vielen einzelnen Menschen das Gespräch und versuchte so die Kirche von innen heraus zu reformieren. Über die Seelsorge erhoffte er sich, die Menschen zu erreichen, zu berühren und zu bekehren.

Großen Einfluss hat Fabers Vorbild und sein Wirken auch auf Papst Franziskus, der ihn am 17. Dezember 2013 heiligsprach. Wie Papst Franziskus in einem Interview mit seinem Ordensbruder Antonio Spadaro selbst angab, schätzte er an der Person Petrus Faber seine Sanftmütigkeit, unmittelbare Verfügbarkeit und schlichte Frömmigkeit.

Foto:  Amras wi, eigenes Photo, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons