Freitag, 24. September 2021

Kirchen unterstützen Klimaaktionstag

Auf Bänder geschrieben werden die Klimawünsche öffentlich sichtbar. 

Generalvikar Sturm: "Besondere Verantwortung für die Schöpfung, für den Naturschutz, den Erhalt der natürlichen Artenvielfalt und die Einhaltung der planetaren Grenzen"

Speyer. Die Bewegung „Fridays for Future“ ruft unter dem Hashtag #AlleFürsKlima zu einem globalen Klimaaktionstag am 24. September auf. Das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz unterstützen den Aufruf. „Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen, denn es scheint klar, dass wir das notwendige 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens schon jetzt nicht einhalten können“, erklärt Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst. Die Reduzierung der CO2-Emissionen sei der entscheidende Schlüssel, um die globale Erderwärmung zumindest abzubremsen. „Wenn wir jetzt nicht entschlossen gegensteuern, werden ökologische Kipppunkte überschritten, die das Klima auf Jahrhunderte hin verändern können. Damit werden ganze Regionen für den Menschen unbewohnbar. Die Folgen werden eine Verschärfung des Hungers und ein Anschwellen der weltweiten Flüchtlingsströme sein“, fordert Generalvikar Andreas Sturm einen konsequenten Klimaschutz. „Als Christinnen und Christen tragen wir eine besondere Verantwortung für die Schöpfung, für den Naturschutz, den Erhalt der natürlichen Artenvielfalt und die Einhaltung der planetaren Grenzen.“

Die Demonstrationen zum Klimaaktionstag sollen ein Zeichen für den Ausbau der erneuerbaren Energien, eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft und eine artgerechte Tierhaltung setzen. Gefordert werden Investitionen in klimafreundliche Technologien und eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft. „Die Folgen des Klimawandels treffen vor allem die Menschen in den wirtschaftlich schwächeren und weniger geschützten Regionen der Erde“, warnt Wüst. „Daher ist Klimaschutz auch ein Gebot der internationalen Gerechtigkeit und der Solidarität mit den Menschen in den Ländern des globalen Südens“, unterstreicht Sturm.

Die Umweltbeauftragten der beiden Kirchen, Sibylle Wiesemann und Steffen Glombitza, werben im Blick auf die Bundestagswahl am 26. September dafür, sich über die Klimaschutzziele der Parteien zu informieren und diese bei der Wahlentscheidung mit zu bedenken: „Auch nach der Wahl sollten die Bürgerinnen und Bürger die Politikerinnen und Politiker immer wieder an ihre Wahlversprechen zum Klimaschutz erinnern.“

Weitere Informationen zum Klimaaktionstag am 24. September:

 

https://www.klima-streik.org/

Anregungen für Andachten und Gottesdienste zum Klima-Aktionstag:
https://www.frieden-umwelt-pfalz.de/index.php?id=337

Text: is/lk Foto: Klimabaender-Aktion JDemnitz