Donnerstag, 05. August 2021

Beschwingtes Tänzchen zur Live-Musik im Garten

Zu den beliebten und bekannten Liedern, die die Musiker zum Besten geben, lässt sich nicht nur mitsingen, sondern auch tanzen. 

Live-Konzert im Caritas-Altenzentrums Sankt Magdalena in Bobenheim-Roxheim

Bobenheim-Roxheim. Bereits ihr zweites Live-Konzert erlebten Passanten und Bewohner des Caritas-Altenzentrums Sankt Magdalena in Bobenheim-Roxheim am 30. Juli. Nach Schlagersänger  Kalli Koppold im Juni gastierte nun das Trio Sound Xpress. Die Brüder Wolfgang und Stefan Eisenbach sowie Elke Frohnapfel  boten eine bunte Mischung an Evergreens.
 
Das Caritas-Altenzentrum in Bobenheim-Roxheim hat es in der seit  seiner Eröffnung im Herbst 2015 geschafft, sich im Herzen der Doppelgemeinde zu integrieren und ein Teil des Zentrums zu werden. Einen großen Anteil daran haben Einrichtungsleiter Uwe Stahl und sein engagiertes Team sowie Ehrenamtliche, die mit Veranstaltungen immer wieder für Abwechslung sorgen.
 
Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Austausch allerdings deutlich erschwert. Doch die Musik von Sound Xpress zwischen Rathaus, Kindergarten, dem Ortszentrum am Kurpfalzplatz und der Feuerwehr lockte nicht nur die Heimbewohner auf die Terrasse und in den Garten des Zentrums. Auch Passanten blieben am Zaun der Einrichtung stehen und lauschten der Musik. Im Freien durfte mitgesungen und getanzt werden – diesseits und jenseits des Zaunes.
 
„Aber bitte mit Sahne“ – das ist im Altenzentrum beim täglichen Nachmittagskaffee gefragt. Auch das gleichnamige Lied von Udo Jürgens kam so gut an, dass die Senioren, animiert von Stefan Eisenbach, voll Eifer mit einstimmten.
 
Im Schatten auf der Terrasse sitzend hat die 86-jährige Helga Laux die Titel mitgesungen: „So schön kann doch kein Mann sein“ geht ihr locker von den Lippen. Ein Leben lang habe sie in Weisenheim am Sand im Chor gesungen, erzählt sie in einer kleinen Pause der Band. „Ich kenne alle Texte“, freute sich Helga Laux. Und schon stimmte sie wieder ein bei „Lili Marleen“ und „Rote Lippen soll man küssen“.
 
Die Formation Sound Xpress, die in der Region Fulda heimisch ist und vor einem Jahr bereits im Caritas Altenzentrum St. Elisabeth in Deidesheim aufgespielt hat, fand nach eigener Aussage trotz der Pandemie verstärkt den Weg in Seniorenheime. „Wir können uns gut auf unser Publikum einstellen, da wir schon auf eine sehr lange Bühnenerfahrung zurückblicken können“, berichtete Stefan Eisenbach.  Auf die Gesichter der Senioren ein Lachen zu zaubern, das mache Spaß. „Das Publikum hier ist unheimlich dankbar“, ergänzte Elke Frohnapfel.
 
Hans Riede, Vorsitzender des Heimbeirats, besucht an diesem Nachmittag – wie so oft –  seinen „Lieblingsbruder“ Werner. Beide singen, ruderten mit den Armen, schunkelten. Die Brüder sind Fußballer durch und durch. Hans Riede spielt mit seinen 71 Jahren sogar noch aktiv beim ASV Edigheim. Sein sieben Jahre älterer Bruder  Werner ist großer Fan des Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München. Gesungen haben sie früher in ihrer gemeinsamen Fußballzeit bei Rot-Weiß Frankenthal hauptsächlich nach den Spielen in der Kabine, berichten die Brüder und lachen. Den Verein gibt es heute nicht mehr.  Sie haben ihren Spaß bei der Musik im Garten.

Das musikalische Programm wechselte von ruhigeren Liedern gegen Ende zu flotten Hits: Vom „Wilden, wilden Westen“ über „Cordula Grün“ geht es nahtlos zu „Simply the Best“ und an den „Mississippi“. Und die Senioren ziehen gerne mit. Als das Schlusslied verklungen ist, meint Bewohner Werner Riede mit einem Schmunzeln: „So könnte es weitergehen.“
 
Gesponsert wurde das Konzert von der Firma Jäger direkt, die in geschäftlichen Beziehungen mit dem Caritasverband für die Diözese Speyer steht.

Text und Foto: Stefan Tresch für den Caritasverband für die Diözese Speyer