Dienstag, 14. September 2021

“L’art d’amuser” - die Kunst zu amüsieren

Porträt von La Fontaine 

Jean de La Fontaine zum 400. Geburtstag - Konzertlesung mit Fabeln von La Fontaine und Musik der Zeit mit Christian Brembeck (Cembalo) und Gertrud Fickinger (Lesung)

Homburg-Erbach. Vergnügliches und Märchenhaftes, Hintersinniges und Heiteres in Fabeln vom „König der Verse“, Jean de La Fontaine, und in Musik von Louis und François Couperin, Antoine Forqueray, Jean Philippe Rameau und anderen Komponisten des 17. und frühen 18. Jahrhunderts bietet die Konzertlesung “L’Art d’amuser - die Kunst zu amüsieren” am Samstag, den 18. September 2021, um 19.30 Uhr, im großen Saal des Thomas-Morus-Hauses (Schleburgstraße 17) in Homburg-Erbach. Zu der Soirée laden die Pfarrei Heiliger Johannes XXIII und die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) ein.

Das literarische Werk Jean de La Fontaines (1621-1695) gehört zum Grundbestand der europäischen Literatur. In seinen amüsanten Fabeln und “tierischen” Geschichten nimmt der Dichter mit Witz und Ironie das menschliche Leben mit seinen Schwächen und Eitelkeiten zeitlos aufs Korn: betrogene Betrüger, falsche Freunde, eitle Narren, arme Tröpfe und “schräge Typen”. Nicht weniger vergnügliche Musikstücke von Komponisten der Zeit über den Kuckuck, eine Windmühle, eine Zauberin u.v.m., treten in einen hinreißenden Dialog mit den Texten: wahrhaft “L’art d’amuser - die Kunst zu amüsieren”. Für den “guten Ton” hat der renommierte Musiker Christian Brembeck (Berlin) ein authentisches Instrument aus seiner eigenen Sammlung im Gepäck: eine Kopie eines Cembalos von François Etienne Blanchet, Versailles 1746. Die Lesung der Texte (in deutscher Übersetzung) übernimmt Gertrud Fickinger.

Christian Brembecks Tätigkeit als Musiker wird regelmäßig von Fachpresse und Publikum als “Ausnahmeerscheinung” gewertet. Konzerte als Solist an Cembalo, Clavichord, Hammerklavier, Klavier und Orgel und als Ensemblemitglied führten den Künstler u.a. zur Münchener Biennale, ins Prinzregententheater und in den Herkulessaal, in die Dominikanerbibliothek in Bamberg, zum Spoleto- und zum Israel-Festival in  Zusammenarbeit mit August Everding und Hans Werner Henze; von 1986 bis 1996 war er für die Münchener Philharmoniker unter Sergiu Celibidache tätig; er arbeitete mit den Orchestern Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin, Collegium Aureum, dem Tölzer Knabenchor, mit Solisten wie Markus Schäfer, Monika Frimmer, Harry van der Kamp, Anton Scharinger, Kai Wessel u.a. Brembecks internationales Ansehen als Solist an alten Tasteninstrumenten wurde begründet mit seiner Einspielung der Bach’schen Goldberg-Variationen. In seinen dramaturgisch durchdachten Programmen bringt der Künstler neben den Werken der “Großen” der Literatur auch entlegene Werke und vergessene Schätze zu Gehör. Durch seine differenzierte und virtuose Spielweise entfaltet Brembeck einen “Klangzauber mit beeindruckender Transparenz” und zeigt, “wie spritzig, farbenfroh und stilistisch vielfältig” man auf alten Tasteninstrumenten musizieren kann. Beleg für Brembecks künstlerische Kompetenz sind auch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie seine Diskographie, die mehr als 50 Titel umfaßt.

Gertrud Fickinger studierte Anglistik und katholische Theologie in Saarbrücken und Sheffield/England, weitere Studienaufenthalte führten sie nach Frankreich. Ihre Sprecherausbildung erhielt sie u.a. bei Karlheinz Schulde und Wolfgang Drießen (Saarländischer Rundfunk); von 1993 bis 2005 war sie Autorin und Sprecherin bei der Katholischen Rundfunkarbeit beim SR; seit 1990 ist sie Leiterin der KEB Saarpfalz.

Der Eintritt zu der Soirée beträgt 14 Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.  Teilnehmen kann, wer vollständig geimpft, getestet oder genesen ist. Aufgrund der begrenzten Plätze und der Corona-Auflagen unbedingt erforderlich ist eine Anmeldung bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Karl-August-Woll-Str. 33, 66386 St. Ingbert, Telefon: (06894) 9630516, Fax: (06894) 9630522, E-Mail: kebsaarpfalz@aol.com

Text: KEB/Foto: frei