Montag, 11. Oktober 2021

„Kirche von morgen“ denken und erleben

Unterwegs in den Weinbergen bei Forst machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Denkwerkstatt Gedanken um die „Kirche von morgen“. 

Die dritte Denkwerkstatt fand dieses Mal unterwegs statt

Forst. Es war ziemlich kalt und wolkenverhangenen, als sich die rund 20 Teilnehmer*innen der Denkwerkstatt Anfang Oktober in Forst trafen. Aber die Kleidung passte und die Stimmung war gut. „Kirche von morgen“ denken und erleben – in einer Zeit des Umbruchs und auch des Zweifels, sich begegnen, sich bestärken lassen – so war diese Denkwerkstatt überschrieben. Eingeladen hatte der Arbeitsbereich „Missionarische Pastoral“ der Abteilung „Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen“ im Bischöflichen Ordinariat.

Auf dem Weg erwarteten die Teilnehmer*innen verschiedenen Stationen mit Impulsen, die sich an der Umgebung orientierten: In der Kirche St. Margareta in Forst  stimmte ein Text von Johannes Tauler in den Tag ein. Die Jesuitenmandel – ein beeindruckender Baum am Wegesrand – ermöglichte als Sinnbild für Gottes Gegenwart einen neuen Blick: die „unsichtbare“ Wurzel trägt einen Baum, der bis in die kleinsten Zweige und Blätter durchströmt wird von Lebendigkeit. Eine Madonnen-Skulptur am Wegesrand ermöglichte die Fragestellung nach „Marien–Momenten“: Wo habe ich Gott vertraut und einfach mal gemacht?

Auch die Geologie des Rheingrabens regte zu neuen Fragen an: Wo ist etwas aufgebrochen? Wo erkennen wir neue Bewegungen? Zwischen den einzelnen Stationen tauschten sich die Teilnehmer*innen zu den verschiedenen Fragen und Impulsen aus. Nur die letzte Wegstrecke zur Waldhütte wurde einzeln und in Stille begangen – dafür bot sich der enge Weg geradezu an. Dortgab es dann leckeres pfälzisches Essen und die intensiven Gespräche wurden weitergeführt.

„Zweifel“ und „Vertrauen“ – das waren die beiden Wörter, die wie ein roter Faden den Tagdurchzogen. So kam auch der „zweifelnden Thomas“ zu Wort und baute eine biblische Brücke zum nächsten spannenden Teil des Tages.

Verschiedene Experten*innen erzählten von ihren Erfahrungen und Projekten, von Grenzüberschreitungen und (Selbst)Zweifeln“. Sie berichteten von der Entstehungsgeschichte neu entstandener Projekte und Initiativen, über Hintergründe, Schwieriges auf dem Weg und  Lustvolles. “

Für den Rückweg gab es noch Anregungen für einen reflektierenden Austausch oder eine persönliche „Ge(h)betszeit“. Wieder am Ausgangspunkt angekommen, waren alle sehr zufrieden und vom Austausch und inspirierenden Gedanken erfüllt.

Text/Foto: Arbeitsbereich Missionarische Pastoral