Freitag, 30. September 2022

"Very British"

Der Organist der Kathedrale von Durham Daniel Cook. 

Kathedralorganist Daniel Cook aus dem vereinigten Königreich zu Gast im Speyerer Dom

Speyer. Mit dem britischen Kirchenmusiker Daniel Cook wird der „Internationale Orgelzyklus“ im Dom zu Speyer fortgesetzt. Der Musikdirektor und Organist an der Kathedrale von Durham wartet am Samstag, 8. Oktober um 19.30 Uhr mit einem vielgestaltigen Programm auf, das ganze Musikepochen – von der Renaissance bis zur Moderne – überschreitet.

Sein Konzertprogramm spielt Daniel Cook an beiden Domorgeln. Die von William Byrd (1540-1623) lässt er auf dem mitteltönigen Werk der Chororgel erklingen. Dort wird er den geistlichen Duktus, die unterschiedlichen Stilistiken und die filigrane Kontrapunktik in Byrds Komposition zur Geltung bringen. Von Byrds Schüler Thomas Tomkins ist der Schreittanz „A Sad Pavan For These Distracted Times“ zu hören.
Mit der Introduktion, Passacaglia und Fuge von Healey Willan (1880-1968) setzt Cook sein Konzert an der großen Emporenorgel im Dom fort. Zu diesem 1916 entstandenen Werk lassen sich stilistische Verbindungen zu Max Reger ziehen; es ist auch in Regers Todesjahr komponiert worden. Die Komposition des kanadischen Musikers gilt als sein Hauptwerk.

Der 1976 verstorbene Harold Darke, der in London als Organist von Weltruf wirkte, hat seiner „Fantasy“ eine klanglich impressionistische Färbung verliehen, in der der lateinische Lobgesang des „Te Deum“ eingebettet ist. Von Percy Whitlock (1908-1946) ist anschließend die Fantasie mit Choral Nr. 1 zu hören.

Der frühere Titularorganist an Notre-Dame in Paris, Louis Vierne (1870-1937), illustriert mit seinen „Naïades“ das Spiel der Wassernymphen. Das Charakterstück ist Teil der Fantasiestücke Viernes, die in der Tradition der Klaviermusik des 19. Jahrhunderts stehen. Die Fantasiestücke bilden neben den sechs Symphonien den Hauptteil im Orgelschaffen Viernes, den Interpret Daniel Cook an der Domorgel würdigt.
Von Joseph Jongen (1873-1953) führt Cook die „Eroica“-Sonate auf. Das Werk des belgischen, in der Tradition César Francks stehenden Komponisten knüpft an die Orgelmusik Franz Liszts und Julius Reubkes sowie Louis Viernes an. Es fordert vom Organisten virtuose Fähigkeiten, die sich der Interpret unter anderem bei seinen zahlreichen Einsätzen in den Kathedralen seines Landes erworben hat.  

Um 18.45 Uhr beginnt das „Praeludium“ - ein einführendes Gespräch mit dem Organisten auf dem Königschor des Speyerer Doms.

Tickets kosten bei freier Platzwahl 12 Euro, ermäßigt 5 Euro. Konzertkarten sind im Vorverkauf in der Dom-Info, allen Reservix-Vorverkaufsstellen sowie online bei Reservix erhältlich.

Weitere Informationen unter www.dommusik-speyer.de

Foto: David James Wood