Freitag, 09. Januar 2026
Sternsinger bringen Segen in die Staatskanzlei
Königlicher Besuch für Saar-Ministerpräsidentin Rehlinger
Saarbrücken. 50 Sternsingerinnen und Sternsinger aus den Bistümern Trier und Speyer haben am Donnerstag, 8. Januar, die Segenswünsche für das neue Jahr und die frohe Kunde über die Geburt Jesu zu Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und allen Beschäftigten in die Staatskanzlei des Saarlandes gebracht.
„Die Sternsinger zeigen sich solidarisch mit Kindern in der ganzen Welt. Sie treten ein für diejenigen, die keine erfüllte und sorgenfreie Kindheit und Jugend erleben und denen die Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung verwehrt bleibt. Das ist ein wunderbares Signal der Nächstenliebe und nicht selbstverständlich. Es ist bemerkenswert, dass sich so viele junge Menschen ehrenamtlich engagieren und die Gemeinschaft im Kleinen und Großen stärken“, dankte Rehlinger den Sternsingerinnen und Sternsingern.
Die Sternsingeraktion 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Weltweit müssen Kinder unter gefährlichen Bedingungen arbeiten und dürfen nicht zur Schule gehen. Um diesen Kindern die Chance auf ein besseres Leben und Zukunft zu ermöglichen, setzen sich die Sternsinger in diesem Jahr für das Recht der Kinder auf Bildung ein. Ein Schwerpunkt der Aktion liegt auf Bangladesch, wo die Ausbeutung von Kindern besonders weit verbreitet ist. Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt stellte die Einzelheiten der diesjährigen Aktion vor. Begleitet von Frederic Horf am Flügel sang die Sternsingerschar für ihre Gastgeberin „Stern über Bethlehem“ und „Wir kommen daher aus dem Morgenland“.
Eine besondere Ehre wurde dem elfjährigen Constantin aus Urexweiler zu teil: Er durfte den Segenswunsch „20*C+M+B+26“ mit Kreide am Türbalken im Eingangsbereich anbringen. Das steht für „Christus Mansionem Benedicat“ (zu Deutsch: Christus segne dieses Haus). Vom Besuch in der Staatkanzlei zeigte sich der König begeistert: „Ich fands toll, dass Frau Rehlinger zu uns gesprochen hat. Man kennt sie ja nur aus den Nachrichten. Ich fand es sehr sympathisch, dass sie sich extra Zeit genommen und eine kurze Ansprache gehalten hat. Das war wirklich toll!“ Auch Evangeline und Estelle aus Spiesen-Elversberg waren begeistert: „Besonders gut hat mir bei unserem Besuch das gemeinsame Singen in der großen Gruppe gefallen“, sagt Evangeline und Estelle ergänzt: „Die Atmosphäre war echt feierlich.“
Für das Bistum Trier kamen vier Gruppen aus Saarbrücken (Pfarrei Alt-Saarbrücken/St. Arnual), Spiesen-Elversberg (Pfarrei St. Ludwig), Kerlingen und Gisingen (Pfarrei Wallerfangen St. Jakob) und Marpingen (Pfarrei Maria Königin des Friedens). Für das Bistum Speyer waren Sternsinger aus Homburg-Erbach (Pfarrei Hl. Johannes XIII.) vertreten.
Nach einem kleinen Empfang verabschiedete Rehlinger die Sternsinger mit einer süßen Wegzehrung - sowie einer Spende für jede Gruppe zugunsten der Aktion.
Info: Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Text: Bistum Trier
Fotos: Staatskanzlei des Saarlandes / Schwingel, Spiesen

