Montag, 19. Januar 2026

Studium braucht Gemeinschaft

© Aleksandra Smaga 

Akademischer Gesprächsabend mit dem Uni-Präsidenten in der CampusGemeinde Kaiserslautern

Kaiserslautern. „Ich werde häufig zu Gesprächen und Vorträgen eingeladen, aber so ein Abend mit selbst gekochtem Essen und einem Gottesdienst ist etwas Besonderes“, beschrieb der Präsident der RPTU, Prof. Dr. Malte Drescher, seine Erfahrung in der CampusGemeinde, der ökumenischen Hochschulseelsorge in Kaiserslautern. Tatsächlich erlebte er das „ganze Programm“ eines Gemeindeabends und ging nach Abendessen und Gottesdienst noch zwei Stunden auf die Fragen der Studierenden ein.

In dem Gespräch ging es um die Fusion der beiden Standorte der Universität in Kaiserslautern und Landau, die Situation internationaler Studierender und wie die Universität auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden kann. „Die RPTU hat mit 19% den höchsten Anteil ausländischer Studierender in ganz Rheinland-Pfalz. Wie bieten Fächer an, die im Ausland stark nachgefragt sind und möchten, dass unsere Internationalen sie erfolgreich absolvieren können. Deshalb bieten wir ein ganzheitliches Programm an, das auch mentale Gesundheit mit einbezieht“, erläuterte Prof. Drescher sein Ziel an der Universität.

International waren auch seine Gesprächspartner aus der CampusGemeinde, die aus Kamerun, Ruanda, Marokko, Tunesien, Syrien, Indonesien, Taiwan, der Türkei, Polen und Deutschland stammten. Sie freuten sich nicht nur, dass sie dem Uni-Präsidenten ihre Anliegen vortragen konnten, sondern sie fragten ihn auch, was er sich von ihnen wünsche. Darauf hatte er eine klare Antwort: „Kommen Sie auf den Campus! Bleiben Sie nicht in ihren vier Wänden, auch wenn es bequem ist, eine Vorlesung digital verfolgen zu können. Damit Lernen nachhaltig ist, braucht es Gemeinschaft. Wenn Sie statt der Vorlesung, lieber das Buch des Dozenten zum Thema lesen, lesen Sie es in der Bibliothek! Wie wichtig die persönliche Begegnung ist, sieht man am besten hier in Ihrer Gemeinschaft in der CampusGemeinde.“

Text: Dr. Monika Bossung-Winkler