Mittwoch, 28. Januar 2026

Gottesdienste zu Mariä Lichtmess

Domdekan Dr. Georg Müller © Domkapitel Speyer, Klaus Landry 

Kapitelsamt am 2. Februar mit Blasiussegen

Speyer. Zum Festtag „Darstellung des Herrn“, bekannter unter der volkstümlichen Bezeichnung „Mariä Lichtmess“, feiert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am 2. Februar um 18 Uhr eine Vesper und um 18:30 Uhr eine Bischofsmesse mit Kerzenweihe und Prozession. Im Rahmen der Vesper wird Domdekan Dr. Georg Müller durch den Bischof formell in sein Amt eingeführt. Müller, der am 1. Januar 2026 neu das Amt des Domdekans übernommen hatte, wird zu Beginn der Vesper seinen Amtseid ablegen und dann vom Bischof zu seinem Platz im Chorgestühl geführt. Nach der Vesper feiert Bischof Wiesemann ab 18:30 Uhr eine Bischofsmesse zum Festtag „Darstellung des Herrn“. Musikalisch gestaltet die Capella Spirensis der Dommusik die Gottesdienste mit Gregorianik, der „Missa in illo tempore“ von Claudio Monteverdi und zum Festtag passenden Stücken von Heinrich Schütz, Johann Eccard und Ludovico da Viadana. Die Orgel spielt Domorganist Markus Eichenlaub.

Das Fest „Darstellung des Herrn“

Das Fest der „Darstellung des Herrn“ bezieht sich auf das 2. Kapitel des Lukasevangeliums, in dem Jesus im Tempel von den greisen Propheten Simeon und Hanna als Erlöser erkannt und bezeugt wird. Für Simeon ist das Jesuskind „ein Licht, das die Heiden erleuchtet“. Auf diesen Lobgesang des Propheten bezieht sich der Brauch, an dem Fest die Kerzen für das Jahr zu segnen und eine Lichtprozession durchzuführen – daher der Name „Lichtmess“.

Inhaltlich geht das Kirchenfest zurück auf ein frühes Ereignis in der Lebensgeschichte Jesu: 40 Tage nach seiner Geburt brachten Maria und Josef ihren erstgeborenen Sohn nach jüdischer Vorschrift in den Tempel. Bis dahin galt die Mutter nach der Geburt als „unrein“ – weshalb das Fest bis zur Liturgiereform 1969 den für Missverständnisse anfälligen Namen „Mariä Reinigung“ trug. Im Speyerer Dom findet sich auf den Fresken im Mittelschiff eine Darstellung dieser Begebenheit.

Nach der Liturgiereform endet die Weihnachtszeit bereits am Sonntag nach dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Der Tradition folgend markiert für viele Menschen jedoch erst das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar das Ende der Weihnachtszeit. Auch im Speyerer Dom werden der Weihnachtsbaum und die Krippe erst danach abgebaut.

Vesper in der Apsis des Doms © Domkapitel Speyer, Klaus Landry 

Darstellung des Herrn – Fresko von Johann Baptist Schraudolph im Mittelschiff des Doms © Domkapitel Speyer