Montag, 02. Februar 2026
Gemeinsam als Kirche wachsen

Bischof Wiesemann (6.v.l.) und Bischof Sinayobye (8.v.l.) zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bistum Speyer sowie Engagierten aus verschiedenen Gemeinden im Bistum © Klaus Landry
Austauschtreffen zwischen den Bistümern Cyangugu und Speyer
Speyer. Seit über 40 Jahren Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen dem Bistum Speyer und dem Bistum Cyangugu in Ruanda. Seit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Sommer 2024 die afrikanische Diözese besuchte, wurden intensiv Pläne geschmiedet, wie die Partnerschaft intensiviert und weiter ausgebaut werden kann. „Vor Ort konnte ich mir einen Eindruck vom Land, den Leuten und ihrem Glauben verschaffen, das war sehr beeindruckend“, erzählte Bischof Wiesemann. „Daraus ist erwachsen, dass wir noch konkreter darüber nachdenken, wie wir diese Partnerschaft weiterentwickeln können, an verschiedenen Stellen. Wir durften in Ruanda die Erfahrung machen, und ich glaube, da spreche ich für alle Engagierten, wie bereichernd der regelmäßige Austausch ist, für beide Seiten.“
Ende Januar war Bischof Edouard Sinayobye aus Cyangugu zu Besuch in Speyer – bei einem gemeinsamen Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bistum Speyer sowie Engagierten aus verschiedenen Gemeinden im Bistum wurden Erfahrungen ausgetauscht. „Dass wir hier heute alle versammelt sind, ist bereits ein konkretes Zeichen dafür, dass Solidarität zwischen unseren Kirchen herrscht. Ich bin mir sicher, dass dieses Treffen beide Seiten bereichern wird“, so Bischof Sinayobye.
Gemeinsam mit digital zugeschalteten Mitarbeitenden aus seinem Heimatbistum stellte er Ideen vor, wie sich die Partnerschaft in Zukunft weiterentwickeln könnte. Diese beinhalten unter anderem den Austausch von pastoralem Personal ebenso wie von Ehrenamtlichen – angedacht ist zudem, einen Priester aus Ruanda für Studienzwecke nach Speyer zu entsenden. Auch die Partnerschaft zwischen Pfarreien und anderen Einrichtungen, wie Schulen oder Krankenhäusern, in beiden Bistümern soll weiter ausgebaut werden. Bischof Sinayobye schlug vor, gemeinsame Gebete zur Partnerschaft einzuführen. „Ich denke, das ist eine gute Anregung, das Miteinander im Gebet auszudrücken – auch um das Wissen um die Partnerschaft weiter zu verbreiten“, betonte Bischof Wiesemann. Frère Diogène Dufatanye aus Cyangugu informierte die Gruppe zudem über den Baufortschritt im Krankenhaus Mibilizi, das Bistum Speyer unterstützt hier die Einrichtung einer Geburtshilfestation. Bischof Sinayobye betonte, dass bereits durch die Fertigstellung der ersten Gebäude die Müttersterblichkeit in der Region stark gesunken sei.
Im Rahmen des Treffens berichteten auch Ehrenamtliche aus den Pfarreien in Waldsee, Erfenbach, Kaiserslautern-St. Martin und Ludwigshafen-Süd sowie der Katholischen Hochschulgemeinde, die zum Teil schon seit Jahrzehnten Partnerschaften zu Gemeinden und einer Hochschule in Cyangugu und Ruanda pflegen, von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Bischof Sinayobye fasste am Ende zusammen: „Partnerschaft bedeutet für mich, Hand in Hand gemeinsam zu gehen, sich zu kennen und auszutauschen, und gemeinsam als Kirche zu wachsen.“