Freitag, 06. Februar 2026

Klausurtagung des Malteser-Vorstands der Diözese Speyer

Eine starke Gemeinschaft: 1. Reihe: Diözesanoberin Dr. Andrea Reimsbach, Helfervertreterin Franziska Thiel, Stellvertretender Diözesanleiter Matthias Geist; 2. Reihe: Diözesanleiter Prof. Dr. Christopher Wolf, Helfervertreter Peter Neubauer, Finanzkurator Alfred Wittmer; 3. Reihe: Beauftragtenvertreter Jan Huber, Diözesanjugendsprecher Philipp Ochsner, Diözesanseelsorger Michael Paul, Helfervertreter Bernhard Czekalla, Diözesangeschäftsführer Nicolai Hellie; 4. Reihe: Helfervertreter Jan Joseph © Malteser Speyer 

Gemeinsam für ein starkes Ehrenamt, resilienten Katastrophen-schutz und eine lebendige Spiritualität

Speyer. Mit spürbarem Engagement und einem klaren Fokus auf die aktuellen Herausforderungen hat der Diözesanvorstand der Malteser im Bistum Speyer am vergangenen Samstag seine jährliche Klausurtagung im Priesterseminar Speyer abgehalten. Die Teilnehmenden blickten nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern setzten wichtige Akzente für die zukünftige Ausrichtung des Malteser-Dienstes in der Region.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Stärkung des Ehrenamtes, die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes, Fragen der Spiritualität sowie Lehren aus aktuellen Krisenereignissen. Der mehrtägige Stromausfall in Berlin Anfang Januar – verursacht durch einen Anschlag auf zentrale Versorgungsleitungen – war dabei ein zentrales Beispiel dafür, wie verwundbar moderne Infrastruktur ist und wie wichtig ein leistungsfähiger Katastrophenschutz bleibt.

Diözesanleiter Prof. Dr. Christopher Wolf betonte besonders die Bedeutung der Ehrenamtlichen, die das Rückgrat der Malteser-Arbeit bilden: „Unsere Ehrenamtlichen sind das Herz unseres Dienstes. Der Blackout in Berlin hat gezeigt, wie schnell eine Situation kippen kann und wie entscheidend gut ausgebildete und motivierte Helferinnen und Helfer sind. Wir wollen ihnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten – durch verlässliche Strukturen, klare Prozesse und eine starke Gemeinschaft.“

Stellvertretender Diözesanleiter Matthias Geist hob die Kraft des Miteinanders in der ca. 15.000 Mitglieder umfassenden Hilfsorganisation hervor: „Die Malteser leben vom Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt, von Blaulichtdiensten und sozialen Angeboten. Diese Vielfalt ist unsere Stärke. Gerade in einer Zeit, in der neue Krisenlagen realistischer denn je erscheinen, müssen wir unseren Teams Orientierung, Unterstützung und Wertschätzung geben.“

Auch die spirituelle Dimension nahm breiten Raum in den Gesprächen ein. Diözesanoberin Dr. Andrea Reimsbach erinnerte daran, dass die Malteser-Arbeit zwischen der Saarpfalz und der Vorderpfalz tief im christlichen Glauben verwurzelt ist: „Unsere Spiritualität trägt uns – gerade in fordernden Situationen. Sie hilft unseren Kameradinnen und Kameraden, Belastungen zu bewältigen, geerdet zu bleiben und im Dienst am Nächsten verbunden zu handeln. Eine starke innere Haltung macht unseren Dienst menschlich und verlässlich.“

 

Text: Malteser Speyer