Mittwoch, 13. Mai 2026
Austausch zur Neustrukturierung des Bistum Speyer

Generalvikar Magin (stehend) präsentierte zusammen mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe den Dekanatsräten den Vorschlag für den Neuzuschnitt der Pfarreien im Norden des Bistums © Bistum Speyer
Beratungstreffen der vier Dekanate Bad Dürkheim, Donnersberg, Kaiserslautern, Kusel
Speyer. Am Montag trafen sich die Dekanatsräte der vier Dekanate Bad Dürkheim, Donnersberg, Kaiserslautern und Kusel zusammen mit Mitgliedern der Steuerungsgruppe, die die Pfarreistrukturreform im Bistum Speyer verantwortet, zu einem Beratungstreffen in Kaiserslautern. Thema des Abends: Der künftige Zuschnitt der Pfarreien im Norden des Bistums. Dieser sollte, bevor die Pläne im Juni auf der Tagesordnung der Diözesanversammlung stehen, mit den betroffenen Dekanaten beraten werden.
Gründung von neun Pfarreien
Im Herbst des vergangenen Jahres wurde unter dem Titel „Ein Segen sollt ihr sein“ ein überarbeiteter Entwurf für eine neue Pfarreistruktur veröffentlicht. Aus territorialer Sicht sieht dieser Entwurf vor, dass die aktuell zehn Dekanate künftig neun große Pfarreien bilden sollen (die Dekanate Kaiserslautern und Kusel sollen fusionieren). In verschiedenen Beratungsformaten wurden hierauf die Befürchtungen von sehr weiten Fahrtwegen und unterschiedlichen Sozialräumen, die neu aufeinandertreffen würden, geäußert. Zudem hat sich die Personalprognose in den letzten Monaten, insbesondere durch eine Zunahme der Abgänge vor dem Rentenalter und eine gleichzeitig niedrige Zahl an neuem pastoralem Personal, verschlechtert. Die Verantwortlichen planen mit der Annahme, dass die Größe eines Pfarreiteams nicht unter fünf Personen sinken sollte – die neue Pfarrei Donnersberg würde bereits spätestens 2041 unter diese Grenze fallen.
Daher ist es nötig, den Zuschnitt der künftigen Pfarreien im Norden des Bistums im Vergleich zum zweiten Entwurf anzupassen – geplant sind weiterhin drei Pfarreien, allerdings mit einem neuen Zuschnitt.
Geplante Neustrukturierung im Norden des Bistums
Nach dem am Montag präsentierten Vorschlag aus dem Bischöflichen Ordinariat und der Steuerungsgruppe bekäme das bisherige Dekanat Bad Dürkheim in der neuen Pfarrei „Bad Dürkheim“ zusätzlich die aktuellen Pfarreien Göllheim und Kirchheimbolanden. Die Pfarrei „Kaiserslautern“ würde neben dem Stadtgebiet von Kaiserslautern das nördliche Diasporagebiet (Otterberg, Lauterecken, Winnweiler, Rockenhausen und Feilbingert) umfassen. Die neu gegründete Pfarrei „Landstuhl“ hätte die fünf Pfarreien Landstuhl, Ramstein, Queidersbach, Kusel und Schönenberg-Kübelberg. Alle drei Pfarreien würden auch bei einer ungünstigen Personalprognose über das Jahr 2045 hinaus gut arbeiten können. Zudem würden durch die kleineren Pfarreien unüberschaubare Gebiete und sehr lange Fahrzeiten vermieden.
Nach der Vorstellung der Pläne tauschten sich die Teilnehmenden innerhalb ihrer Dekanate und anschließend in einer regen Diskussion im Plenum aus. Die Rückmeldungen aus den einzelnen Gruppen gingen dabei weit auseinander – von großer Zustimmung bis hin zu starker Kritik. Generalvikar Markus Magin dankte zum Abschluss allen Anwesenden für die Rückmeldungen und das Stimmungsbild, die der Steuerungsgruppe bei der Weiterarbeit am Entwurf helfen werden.