Freitag, 03. Juli 2026

„Wir geben der Stadt ein Stück Normalität zurück“

Kardinal Antoine Kambanda, Erzbischof von Kigali in Ruanda, segnet die neue Straße, unterstützt von Dekan Dominik Geiger, Foto: Dr. A. Konrad 

Feierliche Wiedereröffnung der Hochstraße Süd in Ludwigshafen – Segnung durch Kardinal Antoine Kambanda

Ludwigshafen. Es war ein besonderer Tag für Ludwigshafen und die gesamte Metropolregion: Am Freitag, 3. Juli 2026, ist die Hochstraße Süd in Ludwigshafen nach rund sieben Jahren Sperrung wiedereröffnet worden. Neben Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht waren der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nach Ludwigshafen gekommen. Als Ehrengast segnete der Erzbischof von Kigali in Ruanda, Kardinal Antoine Kambanda, die neue Straße.

Nach rund sieben Jahren Sperrung und weniger als drei Jahren Bauzeit wurde die Straße teils neu und teils modernisiert wieder dem Verkehr übergeben. Knapp 150 Millionen Euro haben der Bund, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Ludwigshafen in die für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar wirtschaftlich bedeutende Verkehrsinfrastruktur investiert. „Es ist ein besonderer Tag – wir geben der Stadt ein Stück Normalität zurück“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner. Die Wiedereröffnung zeige, dass große Infrastrukturprojekte gelingen können, wenn Verantwortung übernommen wird und viele gemeinsam an einem Ziel arbeiten. „Infrastruktur ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe von Kommunen, Land und Bund“, betonte er.

Lebensader der Region wiederhergestellt

„Die Hochstraße Süd in Ludwigshafen zeigt beispielhaft, wie wichtig ein Comeback der Infrastruktur ist“, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Endlich stehe im Süden der Stadt wieder eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zur Verfügung. „Davon profitiert die gesamte Region“. Sein Bruder Gordon Schnieder, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, hob die Vorteile der wiederhergestellten „Lebensader der Region“ für die Wirtschaft hervor: „Der Verkehr kann wieder besser fließen und Wege werden kürzer. Die Wirtschaftsräume von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind nun wieder besser miteinander verbunden.“

Gottes Segen für die neue Straße

Wie weit die Wiedereröffnung ausstrahlt, zeigte auch die Anwesenheit von Kardinal Antoine Kambanda, Erzbischof von Kigali in Ruanda. Zur Feier der 40-jährigen Partnerschaft der Pfarrei Hl. Katharina von Siena mit Rwankuba weilt er derzeit in Ludwigshafen und ließ es sich nicht nehmen, die neue Straße und alle, die auf ihr unterwegs sein werden, zu segnen. Sehr gerne, versicherte er schmunzelnd am Rande, komme er auch zur Eröffnung der neuen Helmut-Kohl-Allee wieder nach Ludwigshafen, um diese ebenfalls zu segnen.

Umfassende Sanierungen

Die Hochstraße Süd besteht aus drei Teilstücken: der Pylonbrücke im Westen, der aufgrund ihrer Farbgebung so genannten Weißen Hochstraße im Mittelteil sowie der neu gebauten Brücke als Verbindung zur Konrad-Adenauer-Brücke, die über den Rhein nach Mannheim führt. Die neue Brücke ist das Kernstück bei der Erneuerung der Hochstraße Süd: Über eine Länge von 520 Metern, eine Breite von 21 Metern und 28.000 Tonnen schwer ersetzt sie die ehemalige "Pilzhochstraße", die wegen Einsturzgefahr im Jahr 2020 abgerissen werden musste.

Stadtverwaltung und städtische Bauprojektgesellschaft (BPG) nutzen die Zeit der Bauarbeiten, um parallel dazu auch die 950 Meter lange Weiße Hochstraße umfassend zu modernisieren. Ebenfalls saniert wurde in diesem Zeitraum die Pylonbrücke.

Text/Fotos: Dr. A. Konrad

Ein großer Tag für Ludwigshafen (von links): Ministerpräsident Gordon Schnieder, OB Klaus Blettner und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder eröffnen die Hochstraße Süd, Foto: Dr. A. Konrad 

Die Freude ist groß (von links): Ministerpräsident Gordon Schnieder, Dekan Dominik Geiger, OB Klaus Blettner, Kardinal Antoine Kambanda und Bundesverkehrsminister Gordon Schnieder nach der Eröffnung der Hochstraße, Foto: Dr. A. Konrad