Personalnotizen

Freitag, 22. November 2019

Olaf von Knobelsdorff neuer Präventionsbeauftragter

 

Nachfolger von Oberschulrat Thomas Mann / Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten kirchlicher Einrichtungen

Speyer. Olaf von Knobelsdorff wird ab Anfang Dezember neuer Präventionsbeauftragter des Bistums Speyer. Er übt die Aufgabe gemeinsam mit der Präventionsbeauftragten Christine Lormes aus. Von Knobelsdorff folgt auf Oberschulrat Thomas Mann, der das Amt des Präventionsbeauftragten seit Juli 2017 zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Leiter der Abteilung „Katholische Schulen, Schulpastoral und Berufsbildende Schulen“ ausgeübt hat.

Olaf von Knobelsdorff ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche. Der gebürtige Bremer hat sein Studium an der Universität Landau absolviert. Stationen auf seinem bisherigen Berufsweg waren das Kinder-und Jugenddorf Maria Regina in Silz, der Deutsche Kinderschutzbund in Landau sowie der Caritas-Kinderschutzdienst für Speyer und den Rheinpfalz-Kreis. „Die Prävention ist der wirksamste Schutz für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzsuchenden vor sexualisierter Gewalt“, erklärt Olaf von Knobelsdorff. Er war 2012 an der Entwicklung der ersten Schulungskonzepte zur Prävention im Bistum Speyer beteiligt. In Fortbildungen hat er Seelsorger, Lehrer und Erzieherinnen für die Gefahren des sexuellen Missbrauchs sensibilisiert und ihnen Handlungssicherheit vermittelt.

Gemeinsam mit der Präventionsbeauftragten Christine Lormes ist Olaf von Knobelsdorff künftig Koordinator, fachlicher Impulsgeber und Qualitätsgarant für die Prävention von sexuellem Missbrauch. Zu den Aufgaben der beiden Präventionsbeauftragten zählen unter anderem die konzeptionelle Weiterentwicklung der Präventionsarbeit sowie die Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten kirchlicher Einrichtungen. Hinzu kommen die Entwicklung von Materialien, die Weiterentwicklung verbindlicher Qualitätsstandards sowie die Qualifizierung und Vernetzung der Mitarbeitenden. „Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzsuchende haben ein Recht auf seelische und körperliche Unversehrtheit. Um dieses Recht zu schützen, brauchen wir eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Hinschauens“, erklären Christine Lormes und Olaf von Knobelsdorff.

Generalvikar Andreas Sturm dankt dem bisherigen Präventionsbeauftragten Thomas Mann für sein Engagement. „Durch seine konzeptionellen Impulse auf diözesaner und auf Bundesebene hat er ideenreich und tatkräftig an den Grundlagen mitgewirkt, um die Anzeichen für sexuellen Missbrauch frühzeitig zu erkennen und Minderjährige und Schutzsuchende wirksam vor sexuellem Missbrauch zu schützen.“ Auch die Gründung eines „Runden Tisch Prävention“ im September dieses Jahr geht maßgeblich auf seine Initiative zurück. Rund 2.200 kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Arbeitsfeldern des Bistums Speyer haben in den vergangenen Jahren an Präventionsschulungen teilgenommen, von der Seelsorge bis hin zu den kirchlichen Schulen und den katholischen Kindertagesstätten. Die Einrichtungen der Jugendhilfe arbeiten mit speziellen Kinderschutzkonzepten, auch für 25 kirchliche Schulen wurden mittlerweile Präventionsfachkräfte ausgebildet. Thomas Mann widmet sich seit Anfang November wieder mit ganzer Stelle der Leitung der Abteilung „Katholische Schulen, Schulpastoral und Berufsbildende Schulen“. Am „Runden Tisch Prävention“ wirkt er weiterhin als Multiplikatoren für die katholischen Schulen mit.

Weitere Informationen:

https://www.bistum-speyer.de/rat-und-hilfe/hilfe-bei-sexuellem-missbrauch/

Text/Foto: is