18. November ist der "Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch".

Gebet

Gott, du Freund des Lebens.
Du bist allen nahe, die bedrängt sind und leiden.
Wir denken heute besonders an die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen,
die sexuellen Missbrauch erleiden mussten und müssen – auch in deiner Kirche.

Wir klagen vor dir
über die Gewalt, die Täter ihren Opfern an Leib und Seele antun,
über zerstörtes Leben, das oft niemand wieder gut machen kann.
Du unser Gott, höre unsere Klage.

Wir bekennen vor dir
das Wegschauen, Schweigen und Nichtstun derer, die die Taten geahnt haben und ahnen.
Du unser Gott, höre unsere Klage.

Wir wollen darauf achten, was viele nicht sehen wollen:
sexuelle Übergriffe und den Missbrauch von Vertrauen und Macht.
Du unser Gott, steh uns bei.

Wir wollen hören
auf die Geschichten der Opfer.
Wir wollen Anteil nehmen
an ihrem Schmerz und ihrer Einsamkeit.
Du unser Gott, steh uns bei.

Wir wollen sprechen
von der Verantwortung, die jeder von uns trägt.
Wir wollen sprechen über Hilfe und Auswege aus der Not.
Du unser Gott, gib uns Kraft und Mut.

Wir wollen schweigen,
wo Erklärungen und Ratschläge nicht angebracht sind.
Du unser Gott, gib uns Kraft und Mut.

Wir wollen uns freuen
über die Stärke und Kraft der Betroffenen,
über die Solidarität derer, die sie begleiten,
über alle Menschen, die mitarbeiten, um einen besseren Schutz zu verwirklichen.
Du unser Gott, mach unsere Hoffnung stark.

Wir wollen hoffen
auf Aufbrüche und neues Leben schon in dieser Welt,
auf die Umkehr der schuldig Gewordenen,
auf deine Gerechtigkeit heute und am Ende der Zeiten,
auf Heilung aller Wunden, die allein du schenken kannst.
Du unser Gott, mach unsere Hoffnung stark.

Lebendiger Gott, sende uns deinen Geist und sei mit uns auf diesem Weg,
durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Amen.


Text: Sabine Hesse, Präventionsbeauftragte des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Der Vorschlag für das Gebet hat der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegen; es widerspricht nicht den liturgischen Vorschriften.

E-Learning-Modul
"Wissen, Erkennen, Handeln"
Digitale Basisschulung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt

Methodenpool

Weitere Infos s.u. Menüpunkt Institutionelle Schutzkonzepte

Herzlich Willkommen auf der Seite der Koordinationsstelle Prävention im Bistum Speyer.

Wir möchten Ihnen hier einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben, Informationen rund um das Thema Prävention sexualisierte Gewalt vermitteln, Ihnen Beratungsangebote nennen, wenn Sie auf der Suche nach Unterstützung sind und Ihnen nach und nach Materialien für die konkrete Präventionsarbeit vor Ort an die Hand geben.

Sollten Sie ein Thema vermissen, Fragen haben oder uns Anregungen geben wollen, so kontaktieren Sie uns gerne!    

Aufgaben der Koordinationsstelle Prävention

Die diözesane Koordinationsstelle hat insbesondere folgende Aufgaben:

• Einbindung von Betroffenen gemäß Ziff. 2

• Beratung der kirchlichen Rechtsträger bei der Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung von institutionellen Schutzkonzepten

• Fachliche Prüfung der Schutzkonzepte der kirchlichen Rechtsträger

• Organisation von Qualifizierungsmaßnahmen (gem. Ziff. 3.6)

• Sicherstellung der Qualifizierung und Information der für Präventionsfragen geschulten Person (gem. Ziff. 3.5.)

• Vernetzung der Präventionsarbeit inner- und außerhalb der Diözese sowie zu den Ansprechpersonen für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs gemäß der Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst

• Vernetzung mit kirchlichen und nicht-kirchlichen Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt

• Evaluation und Weiterentwicklung von verbindlichen Qualitätsstandards

• Beratung von Aus- und Weiterbildungseinrichtungen

• Fachberatung bei der Planung und Durchführung von Präventionsprojekten

• Vermittlung von Fachreferenten

• Entwicklung von und Information über Präventionsmaterialien und -projekten

• Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle: OVB 8/19

 

Präventionsbeauftragte

Die Präventionsbeauftragten im Bistum Speyer nehmen die Aufgaben einer Koordinationsstelle und insbesondere die Unterstützung und Vernetzung diözesaner Aktivitäten zur Prävention von sexuellem Missbrauch wahr.

Christine Lormes
Tel.: 06232 / 102-511
Handy: 0151 / 14 87 96 99
E-Mail: christine.lormes@bistum-speyer.de

Sekretariat

Monika Henkel

Tel.: 06232 / 102-512
E-Mail: praevention@bistum-speyer.de